Urlaub 2016 in Dalmatien: auf den Spuren von Winnetou

Wie ich bei der Recherche im Vorfeld über die Entdeckungsmöglichkeiten von Dalmatien herausgefunden habe, wurden dort einige Szene der berühmten Winnetou-Filme mit Pierre Brice gedreht. Ein perfekter Anlass, einen der bekanntesten Orte nicht nur auf der Karte, sondern auch auf der Straße zu erkunden.

Zrmanja |

An dem Zrmanja Canyon wurden folgende Winnetou Filme gedreht:

  • Der Schatz im Silbersee
  • Winnetou Teil 1 & 3
  • Old Surehand Teil 1
  • Winnetou und das Halbblut Apanatschi
  • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten

Eine der berühmtesten Szenen ist mit Sicherheit die Marterpfahl auf dem Plateau. Aber auch die Kanufahrten auf dem Zrmanja sind sicherlich noch einigen im Gedächtnis. Heute erinnert an dem Platz nur noch eine Tafel sowie ein Relikt aus Drehzeiten daran, daß hier mal so berühmte Filme gedreht wurden.

zrmanja-winnetou-6
Panorama vom Zrmanja Canyon

Der Ort ist von der Hauptstraße aus entweder mit einem Off-Road-Wagen oder zu Fuß gut erreichbar. Viele Schilder zur Wegbeschreibung gibt es allerdings nicht. Der Weg führt durch eine fast Wüsten-ähnliche Gegend, bis man endlich auf dem Plateau angekommen ist. Von dort aus ist der Blick auf den Zrmanja Canyon wirklich unbezahlbar ! Aber auch die Hitze bei der stechenden Sonne ist hier extrem und nicht zu unterschätzen.
Ich habe dort viele Bilder gemacht, doch leider kommen die Bilder leider in keinster Weise an das live-Bild vor Ort ran… (Ein Besuch lohnt sich also ;-)) Auf der vergeblichen Suche nach einem Geocache dort oben bin ich auch noch auf ein Filmrelikt aus vergangenen Zeiten gestoßen: einem ca 1,5 m hohen Steinbrocken, der augenscheinlich aus Styropor und grauer Farbe besteht. :-)

Auf jeden Fall ist dieser Platz wirklich unbeschreiblich schön und immer wieder einen Besuch wert !!


Weitere Szenen für Winnetou Filme wurden übrigens in Kroatien noch im Nationalpark Krka, Nationalpark Plitvice, in Zadar, in Obrovac, in Bencovac sowie in Split gedreht.

 

Urlaub 2016 in Dalmatien: verlassener Flugplatz Zaton

Neben den typischen touristischen Zielen in Kroatien wie den Nationalpark Krka und den Nationalpark Kornati habe ich in diesem Urlaub auch wieder einige Lost Place besucht. Über die verlassene Aluminiumfabrik habe ich euch ja bereits berichtet. 2. Lost Highlight in diesem Jahr war ein verlassener Flugplatz in der Nähe von Zaton nördlich von Zadar.

Lost Flugplatz Zaton |

Der Flugplatz liegt ziemlich genau zwischen Zadar und Nir im Norden von Dalmatien. Früher war dies eine große Militärbasis. Dieser wurde dann allerdings kurz vor dem Krieg aufgegeben -bis auf die Landebahn, welche im Jugoslawienkrieg immer noch zum Starten und Landen genutzt wurde.
Heute sind die weitläufigen Straßen noch mehr oder weniger gut erhalten. Die Gebäude sind teilweise auch noch gut in Schuss – teilweise aber auch komplett zusammengefallen wie nach einem Tsunami.
Beim Besuch des verlassenen Flugplatzes war ich aber nicht alleine. Immer wieder sind Autos oder Motorräder an mir vorbei. Die Landebahn schein angesichts der langen Strecke eine gut genutzte Rennbahn zu sein. Außerdem wird diese als Parkplatz für einen angrenzenden Strand genutzt.

Wenn man den Lost Flugplatz in Zaton besucht sollte man allerdings vorsichtig sein und nicht die vorgegebenen Wege verlassen. Auch heute sollen hier noch Landmienen liegen, die einem bei Auslösen das ein oder andere Körperteil wegreißen können. Außerdem ist äußerste Vorsicht geboten auf dem Gelände, da es hier von teils giftigen Spinnen und Schlangen nur so wimmelt…

Bilder vom Flugplatz Zaton |

Video der Landebahn in Zaton |

Urlaub 2016 in Dalmatien: Rund um Blick im Meer

Heute habe ich ein kleines Video vom Urlaub für euch. Darauf seht ihr den Rund um Blick im Meer mit Blick auf das Hotel Mare Nostrum in Sv. Petar in Dalmatien/Kroatien. Obwohl zur Hauptsaison – war dort wirklich nicht so viel los. Ein kleiner Geheimtipp für Adventure Reisende. :-)

Beim nächsten Mal gibt es den Bericht zum verlassenen Flughafen Zaton in Kroatien. Hier warte ich allerdings noch auf ein paar Insider-Informationen, die ich euch dann weitergeben kann.

Urlaub 2016 in Dalmatien: Nationalpark Krka

Neben dem Nationalpark Kornaten war ich im diesjährigen Kroatien Urlaub auch wieder im Nationalpark Krka, den ich 2011 schon mal besucht hatte. Diesmal bin ich allerdings nicht nur bei den Wasserfällen hängen geblieben, sondern habe mir noch weitere Punkte in diesem riesigen Nationalpark angesehen.

Nationalpark Krka |

Auf knapp 110 km² zwischen Knin und Skradin findet sich der kroatische Nationalpark Krka. Dieser wurde 1985 gegründet und beheimatet ca. 860 Pflanzen und 220 Tierarten. Der Eintritt hat sich in den letzten 5 Jahren enorm erhöht. Damals noch bei 95 Knoten zahlt man heute stolze 150 Knoten pro Nase. Der Nationalpark umfasste einige Stationen. Die meist bekannte und auch meist besuchte sind die Krka Wasserfälle. Auch es gibt noch weit aus mehr zu sehen:

Krka Wasserfälle Skradinski buk |

Der bekannteste Wasserfall findet sich zwischen Skradin und Lozovac. Hier liegt eine 800 Meter lange und 17 stufige Felsformation. Diese läd zum Wandern sowie zum Baden ein. Gesagt sei hier aber, daß man dies nicht unbedingt während der Hauptsaison im Juli/August machen sollte, da man hier nur noch durch geschoben wird.

Roski Slap |

Auch hier kann man eine ca. 30 Minuten lange schöne Runde wandern oder die vielen Stufen hinauf die Steilwänden erklimmen, um den schönen Ausblick auf die kleinen Wasserfälle und die Natur zu genießen. Hier fließt die Krka zwischen steilen Felswänden über spitze Steine und Felsen. Das Wasser wird dann gefangen, umgewirbelt und zurückgeworfen in die insgesamt 12 Kaskaden.

Manojlovacki slap |

Nationalpark Krka
Nationalpark Krka

Eher versteckt liegt der größte See des Krka Nationalparks Visovacko jezero, der in die 2 beeindruckenden Wasserfälle Manojlovacki slap (Gesamthöhe 59,6m) fließt. Nach einem kurzen Fußweg kommt man zum Aussichtspunkt, an dem man die beiden Wasserfälle beobachten kann. In den Sommermonaten entnimmt sich das Wasserkraftwerk dort das Wasser.

Kloster Krka |

Im Kloster Krka leben heute noch orthodoxe Mönche, die jungen Männern eine Schule im Kloster bieten. Sie leben dort weitestgehend autark mit Vieh und eigenem Anbau. Dem Kloster ist dennoch bewusst, daß Touristmus ein wichtiger Punkt ist, welcher ihnen auch den ein oder anderen €uro/Knoten in die Kasse spült.
Das Kloster wurde auf den Fundamenten eines alten Eremitenklosters errichtet. Die kleine Kirche im Inneren wurde im byzantischen Stil errichtet. Leider sind dort nur noch wenige Wandmalereien aus damaliger Zeit vorhanden. Im wirklich alten Gewölbekeller wurden diverse Gräber ausgehoben. Dort sind noch einige Gebeine von lang verstorbenen Menschen zu sehen.

Burnum |

Am nördlichen Teil des Krka Nationalpark liegt das um Christ Geburt rum erbaute altrömische Militärlager Burnum. Das alte Amphitheater diente einst der XI. Legion des römischen Militärs Claudiae Piae Fidelis und der IV. Legion Flaviae Felix als Sitz. Das Amphitheater ist heute noch sehr gut erhalten und erinnert an die über 2000 jährige Geschichte.

Urlaub 2016 in Dalmatien: Nationalpark Kornaten

In diesem Jahr habe ich im Urlaub in Dalmatien (Kroatien) zwei Nationalparks besucht. Neben dem Krka Nationalpark – über den ich in Kürze noch berichten werde – war ich auch in dem Nationalpark Kornaten.

Nationalpark Kornaten |

Der Kornati Nationalpark liegt in der kroatischen Adria zwischen Zadar und Murter. Die Kornaten sind die dichteste Inselgruppe im Mittelmeer. Seit 1980 stehen diese unter Naturschutz und wurde zum Nationalpark ernannt. Auf 220 km² liegen 89 Inseln und Felsen, die dem Park angehören. Insgesamt findet man dort aber weit über 140 Erhebungen aus dem Wasser.
Schon währen dem Neolithikums (Jungsteinzeit) lebten Menschen auf den Kornati Inseln, was durch diverse Funde dort belegt werden kann.

Nationalpark Telascica |

Gleich neben den Kornati Inseln liegt auch der Nationalpark Telascica, der ebenfalls sehenswert ist mit seinen hohen Steilklippen und dem Salzsee. Dieser liegt an der südöstlichen Spitze der Insel Dugi Otok. Einige der Ausflugsagenturen werben damit, daß der dortige Salzsee “Mir” einem Winnetou Film als Schauplatz diente. Dies ist allerdings nur Verkaufsmasche…
Wer den Weg hoch den Hang auf sich nimmt wird am Ende belohnt mit einem wirklich fantastischen Blick aufs Meer hinaus. Ansonsten ist der Salzsee – in den ich einem mit kompletter Montur reingefallen bin :-) – perfekt geeignet zum Baden.

Ausflüge mit dem Schiff |

In den Sommermonaten werden fast täglich Touren zum Nationalpark Kornaten angeboten. Wer selbst mit dem Boot hinfährt muss in der Nationalparkverwaltung in Murter die Zutrittsgebühr entrichten. Wer sich auf die Reise in die Kornaten mit einem großen Ausflugsschiff macht bezahlt mit der Ausflugsgebühr automatisch den Eintritt mit.

Ich bin mit einem Ausflugsschiff der Marina Tours gefahren, welche uns am Strand angeboten wurde. Die Fahrt – beginnend in Sv. Filip i Jakov –  hat ganze 350 Knoten pro Nase gekostet und gute 9 Stunden gedauert. Erst ging es – sitzend auf Klappstühlen – an den Kornati Inseln vorbei rüber zu den Steilklippen bei Dugi Otok. Dann gab es einen kurzer Aufenthalt im Nationalpark Telascica, bei dem man wie oben schon beschrieben baden oder Richtung Klippen wandern kann. Das Mittagessen gab es dann auf dem Schiff, eingepfercht in den Speisesaal. Es gab dort Brot, Fleisch und Fisch und für die Vegetarier wie mich gab es dann rohes bzw. verbranntes Gemüse. :-)

Wichtig auf so einem Schiff, mit dem man den ganzen Tag unterwegs ist sind 2 Sachen: viel zu trinken und Sonnencreme !!! Außerdem muss ich betonen, daß diese Boote absolut überfüllt sind und man Glück haben muss, wer da noch so mit dabei ist beim Ausflug… Auf meiner Tour waren u.a. gestresste, ungewaschene und laute Leute mit dabei… Und was ich am aller gemeinsten fand: es wurde versprochen, daß man zu 70% Delphine sehen kann -und nicht ein Delphin hat sich blicken lassen !!! :-(

Fazit |

Ein Ausflug zum Nationalpark Kornaten ist es auf jeden Fall wert. Wer aber die Chance hat mit einem Privatboot die Tour zu machen, sollte lieber dies machen und nicht eines der touristischen Abfertigungsmaschinen nehmen.