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Malle 2018 – Tag 4 | Bootsfahrt & Cuevas del Drach

Tag 4 in Malle: für heute hatten wir eine Bootsfahrt gebucht an der Küste entlang mit Stopp in Porto Christo. Wir hatten also ein bisschen Termindruck am Morgen, aber es gab ja eh immer das gleiche Frühstück im Hotel Talayot – wir mussten uns dort also keine großen Gedanken machen. :-)

Glass Bottom Moonfish |

Gebucht haben wir diese Tour bei einem netten älteren deutschen Paar, die an der Promenade von Cala Millor ihren offiziellen Stand haben. Wir haben uns für die 3-stündige Adventure Fahrt auf dem Glass Bottom Moonfish Boot entschieden mit 2,5-stündigem Halt in Porto Christo. Gekostet hat uns der Spaß für das Boot 22 € pro Nase. Los ging es also am Steg nur ca. 300 Meter vom Hotel entfernt. Als wir morgens ca. 20 Minuten vor Abfahrt ankamen konnten wir uns allerdings direkt hinten anstellen, da schon eine große Herde von Leuten auf den Moonfish warteten. Die Tour begann nämlich bereits einen Ort weiter Nördlich und hatte hier nur ihren Stopp.

Irgendwann haben wir es aber auf das Boot geschafft und ergatterte – getrennt sitzend – 2 der letzten Plätze auf dem freien Oberdeck. Das Boot fuhr das Küste entlang nach Süden an Sa Coma, Porto Christo, Cala Mendina bis runter nach Cala Domingo. In die Badebuchten ist das Boot immer reingefahren, hat einen Bogen gedreht und wieder raus. Gab es Höhlenvorsprünge, so ist es ganz nach ran gefahren, hat kurz gewartet und ist dann weiter auf der Tour.
An der letzten Badebucht gab es einen kurzen Hinweis, dass man jetzt Fische über den Glasboden sehen könne. Marina hat sich runter gewagt, doch also in dem wirklich kleinem Raum am unteren Ende des Schiffes ankam, der an jeder Seite nur 4 Gugglöcher hatte, da fuhr das Boot schon wieder los und man sah nur noch Staub. Glasboden also absolut fürn A****.

Was ich leider extrem bemängeln muss auf dieser Fahrt ist, dass es keine Ansagen oder Erklärungen gab, wo wir denn überhaupt sind und was genau es da zu sehen gab. Auch keine Flyer wurden verteilt oder lagen aus. Das fand ich extrem schade, dann zumindest ich möchte gern auch wissen was ich da vor die Nase gesetzt bekommen.
Ach ja: Tourifalle aufgepasst ! An Board machen die Mitarbeiter Photos von Leuten und verkaufen da Photo ausgedruckt für 10€ oder einen Schlüsselanhänger mit je 1 Gesicht drauf für 5 €. Tipp: fragt einfach andere Passagiere, ob die im Zweifel ein Bild von euch mit eurer Kamera machen.

Cuevas del Drach – Porto Christo |

In Porto Christo hatten wir einen 2,5-stündigen Aufenthalt um uns die berühmte Cuevas del Drach – die Drachenhöhlen – anzusehen. Gekostet hat uns der Eintritt 15€, welchen wir direkt mit dem Boot gebucht hatten, so mussten wir an der Kasse keine Karte mehr lösen sondern konnten uns direkt an die enorm große Schlange vor dem Eingang der Höhle anstellen. Was uns durch die „Abkürzung“ entging: An den Kassen gab es Flyer, die die Geschichte und alles dazu zur Höhle erklärten. Es wurde (im Flyer) empfohlen, diesen vorher zu lesen, denn:

In der Höhle gab es keine Erklärung ! Es wurden ca. 500 Leute gleichzeitig auf den Höhlenpfad geschickt. Es hieß also einfach durchlaufen und kucken. Kein Guide, keine Erklärung, keine Schilder… Nach ca. 20 Minuten Fußmarsch kamen wir dann zum angepriesenen Highlight der Besichtigung. In einer großen Höhle war ein etwas größerer See auf dem Boote fuhren. Davor war eine ansteigende Plattform als Tribüne ausgebaut worden, auf der ca. 1000 Sitzplätze zur Verfügung standen. Wir waren anscheinend recht weit vorne der Schlange gestanden, denn es dauerte – nachdem wir schon saßen – nochmal ca. 15-20 Minuten, bis alle Besucher dieser Tour da waren.

Dann begann das Konzert. Auf einem kleinen Boot waren ein 2 Geigen, 1 Kontrabass und eine Art eines Klaviers. Die 4 Musiker spielten – ich glaube es waren 3 – klassische Stücke und fuhren dabei über den See. Das Licht war aus und nur das Boot und die 2 begleitenden Boote waren beleuchtete. Fotografieren und Filmen war verboten !
Naja nach weiteren ca. 15 Minuten war die Show vorbei. Nun konnte man sich entscheiden, ob man die 100 Meter über den See mit dem Boot (eines umfasste ca. 12 Personen) fahren wollte oder am Steg nebenliegend läuft. Ihr könnt euch vorstellen, wie viele Leute auf das Boot zugestürmt sind. Und jetzt könnt ihr euch ausrechnen, wie lange wir hätten warten müssen (500 Leute, die Hälfte läuft auf das Boot zu, 1 Boot schafft 12 Leute und braucht ca. 5 Min. hin und zurück…). Da wir eh schon fast zu spät für unsere Rückreise mit dem Moonfish Boot dran waren sind wir gelaufen und haben es grad so noch zum Boot zurück geschafft.

Die Rückreise war im Prinzip genauso wie die Hinreise, nur das nicht mehr so viel Leute auf dem Boot waren. Alles in allem hatten wir viel Geld bezahlt und haben dafür total abgespeckte Touri-Touren bekommen, in denen wir nix gelernt und erfahren haben.
Im nächsten Beitrag – also Tag 5 – wird es wieder spannender mit einem Trip nach Palme de Mallorca.

Malle 2018 – Tag 3 | Wanderung, LP Disco & In-Lokal

Der 3. Tag begann gegen 8 Uhr: aufstehen, duschen, frühstücken. Gegen 10 Uhr ging es dann los mit dem Mini-Flitzer in Weiß hoch in den Norden auf die Halbinsel La Victoria. Dort begann das nächste Highlight unseres Mallorca Urlaubs.

Wanderung zur Penya Rotja auf La Victoria |

Für diese Wanderung hatte ich mir einen ganz besonderen Cache ausgesucht, der uns über schmale Pfade und Felsvorsprünge zu einer wunderschönen Aussicht führte. Erstmal führte uns noch das Auto einen Pas hoch zur Ermita de la Victoria – eine Jugendherberge mit Restaurant, an der an diesem Tag reges Treiben war. Gut bepackt mit festem Schuhwerk, Wanderstöcken und genug zu trinken machten wir uns an den Aufstieg. Die ersten paar hundert Meter ging es noch einen breiten Schotterweg hinauf. Doch schon bald mussten wir eine 180 Grad Kehre zu einem recht schmalen Pfad mit Holzgeländer einschlagen.

Für den Aufstieg auf schmalen Pfaden – die Geländer haben sich übrigens recht schnell verabschiedet – dauert mit Fotostopps ca. 1 Stunde. Immer wieder führt der Pfad aus dem Wald hinaus und an die steilen Felswände, von denen man einen fantastischen Panoramablick hat. Kurz vor dem Ziel kommt dann auch schon das versprochene Highlight, wo wir auch die kleine Geocaching Dose finden konnten.

Der Weg führte uns durch ein schmales Felstor, welches ca. 4 Meter lang war. In diesem Überbleibsel eines alten Wachturms konnten wir nach einer kleiner Kletterpartie die Cache Dose auch recht schnell ausfindig machen und loggen. Ein paar Meter fehlten uns allerdings noch bis zu unserem Wanderziel. Wir dachten, der Eingang zu diesem Wachturm wäre schon abenteuerlich gewesen, aber der Weg auf der anderen Seite hinaus belehrte uns eines Besseren und lies uns zwischen Leben und Absturz bangen. Die an der Felsmauer angebrachte Eisenkette hilft hier auch nur bedingt, da diese nachgibt – was ich schmerzlich erfahren musste. :-)

Endlich am Ende der Wanderung angekommen standen wir an einer Plattform mit einem atemberaubendem Blick auf das Cap de Formentor sowie die Halbinsel La Victoria. Auch hier lassen sich noch ein paar Überreste von vermutlich Kriegsgebäuden blicken wie ein alter Wasserspeicher und eine verlassene Hütte. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen Höher zur „nackten Kanone“. Das war allerdings wirklich kein Weg mehr sondern nur noch Klettern über Felsbrocken in die Höhe – naja, und da wir ja nur 2 Mädels waren, voll bepackt… haben wir es dann sein lassen und sind den Rückweg angetreten.

Nach ca. 2 Stunden Gesamtzeit waren wir dann wieder am Auto angekommen und machten erstmal Pause. Ich kann diese Wanderung nur jedem Empfehlen, der mal auf Malle ist und eine bisschen abenteuerlichere Wanderung machen möchte. Die genaue Route könnte ihr in meinem Komoot Account nachvollziehen oder euch kopieren.

Let’s go Disco – ein Lost Place mitten im Nirgendwo |

Auf dem Rückweg der Wanderung hielten wir noch kurz Es Foguero Palace in Alcudia. Jetzt denkt ihr bestimmt – da war es doch sicherlich noch viel zu früh um in die Disco zu gehen… Stimmt – aber nicht für mich. :-) Diese Disco bzw. Revue-Theater hat zum Glück keinen Eintritt gekostet und es war auch nicht so voll und so laut, wie man es von Malle Discos gewohnt ist. Dasv Es Foguero Palace – ein „Riesentempel“ – wurde 1989 von Schlagersänger Julio Iglesias eröffnet. Eine große Showbühne prägt das Zentrum des Areals, auf der der ein oder andere Künstler bereits aufgetreten ist – zumindest in den 3 Jahren, in denen es geöffnet hatte. Denn 1992 wurde das Areal bereits wieder geschlossen. Grund war – soweit ich es recherchieren konnte – die schlechte Lage, die einfach nicht genug Gäste angezogen hat. Nun rottet die Anlage seit 1992 vor sich hin, nachdem alles, was nicht Niet und Nagelfest gewesen war bereits geklaut wurde.

So verfällt die Anlage nun und bietet Lost Place – Liebhabern heute einen tollen Ort um Fotos zu schießen und in der Vergangenheit zu „schnüffeln“.

Unterwegs im Land & kleine verlassene Finka |

Untewegs haben wir noch eine kleine verlassene Finka entdeckt, die allerdings (eigentlich) zugemauert war. Dort sind wir dann natürlich nicht eingestiegen und haben nur von außen Bilder gemacht. Auch wenn es dort wirklich windig war (wir befinden uns übrigens immer noch im Norden) gibt es hier richtig tolle Ufer mit kleinen Bergen im Hintergrund.

Abendessen im In-Lokal El Sol |

Das El Sol in Son Serra De Marina wurde uns besonders ans Herz gelegt, und da wir schon in der Gegend waren sind wir gleich mal da vorbei gefahren. Erstmal mussten wir aber ewig im Ort suchen, um es endlich zu finden. Das Restaurant ist ganz am Ende der Straße im Osten des Dorfes – muss man wissen. Leider hatten wir nicht reserviert, daher haben wir nur noch einen kleinen Tisch im Schatten ergattern können. Das Essen war lecker – wenn auch preislich etwa 20% teurer als das, was wir an den anderen Abenden gegessen haben. An verschiedenen Tagen ist dort Live Musik bzw. kommen mehr oder weniger bekannte DJs vor Ort und dann geht dort wohl die Post ab. Wenn man an der richtigen Seite reserviert kann man fantastisch auf das Meer hinaussehen und zur richtigen Uhrzeit auch ein bisschen vom Sonnenuntergang im Westen erhaschen.

Wir sind nach dem Essen dann eben noch zum Strand runter gegangen um etwas vom Sonnenuntergang zu sehen. Dies wurde uns allerdings von dicken Wolken verwehrt, weswegen wir dann eben doch wieder zum Auto und Heim gefahren sind.

Die Bar Mint |

Eigentlich wollte wir in der Hoteleigenen Bar noch einen Cocktail trinken, doch dort wurden wir etwa 15 Minuten ignoriert (es waren außer uns nur noch 3 Damen anwesend) weshalb wir dann eben wieder gegangen sind und in das gegenüberliegende Cafe Mint gegangen sind. Zu unserem Glück war dort an dem Abend „jeder Cocktail 6 €“, was wir natürlich gleich ausnutzten. Die Bar wird von einem total netten britischen Ehepaar geführt, die total cool drauf sind.

Nach dem 3. Cocktail war dann aber Schluss, schließlich stand für morgen eine Bootsfahrt mit Höhlenbesichtigung in Porto Christo auf dem Plan – worüber ihr dann im nächsten Blogartikel lesen könnt.