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Filmkritik: La La Land (2016) mit Ryan Gosling | FSK 0

Amazon Prime
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Filmkritik La La Land
La La Land – Verfügbar mit Amazon Prime

Story | La La Land

Mia träumt von der großen Kariere als Schauspielerin. Bisher konnte Sie es trotz einigen Castings allerdings nur hinter die Theke einer Capuccino Bar innerhalb der Filmstudios schaffen. Sebastian ist ein Jazz-Patriot und grandioser Pianist. Er träumt davon einmal seinen eigenen Jazz-Laden zu eröffnen. Doch auch er hat es bisher nicht weit gebracht und arbeitet als Pianist in einem Restaurant.
Wie es der Zufall will treffen die beiden erst in einem Stau und dann in einem Restaurant aufeinander, was allerdings nicht sehr freundlich endet. Es ist etwas Zeit vergangen als sich die beiden auf einer Party wieder treffen – erneut ohne Sympathie für einander. Am Ende des Abends ergreift Mia die Gelegenheit und lässt sich von Sebastian von einem extrem langweiligen Typen retten. Die beiden gehen gemeinsam die Straße entlang auf der Suche nach Mia’s Prius, der allerdings nicht auftauchen will. Ein schöner Sonnenuntergang sowie die Aussicht auf die Stadt lassen die beiden in einen gemeinsamen „Tanz-Moment“ eintauchen, in dem sie sich unbewusst – ungewollte – oder wie auch immer näher kommen. Doch die Wege der beiden trennen sich erneut.

Sebastian ist allerdings inzwischen so beeindruckt von Mia, dass er sie an Ihrer Arbeitsstelle besucht. Die beiden verbringen einige Zeit miteinander und kommen letztendlich doch noch zusammen. Beide leben zusammen und versuchen sich ihren Traum zu erfüllen – leider klappt das allerdings eher weniger…

Mia versucht sich inzwischen als Story-Writerin und Selbstdarstellerin ihrer Geschichten. Unterdessen hat sich Sebastian einer „Modern-Jazz“-Band angeschlossen und tourt durch das ganze Land. Die große räumliche Distanz sowie die Nicht-Erfüllung Ihrer beiden Träume führt letztendlich dazu, dass sich die beiden Trennen und jeder seinen eigenen Weg geht – bis sie sich ein paar Jahre später wieder treffen…

Schauspieler |

Sebastian – Ryan Gosling (Drive, Blue Valentine)
Mia – Emma Stone (Einfach zu haben, The Help)
Regie: Damien Chazelle

Auszeichnungen |

(Auszug)
Oscar – Best Performance by an Actress in a Leading Role (Emma Stone)
Oscar – Best Achievement in Directing (Damien Chazelle)
Oscar – Best Achievement in Cinematography (Linus Sandgren)
Oscar – Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Justin Hurwitz)
Oscar – Best Achievement in Music Written for Motion Pictures (Justin Hurwitz, Benj Pasek, Justin Paul – Song „City of Stars“)
Oscar – Best Achievement in Production Design (David Wasco, Sandy Reynolds-Wasco)
insgesamt erhielt der Film 218 Auszeichnungen und wurde 251 mal für eine Auszeichnung nominiert

meine Kritik |

Eigentlich mag ich ja keine bzw. kaum Schnulzen-Filme. Es gibt nur ein paar wenige, die ich gerne ansehe. Da ich gestern Abend aber wirklich planlos war, was ich mir ansehen sollte und ich mich in diesem Moment mit keiner Serie arrangieren konnte habe ich mich durch die Film Vorschläge von Amazon Prime leiten lassen und tatsächlich den Film La La Land angeschalten.
Da ich Filme wie Rocky Horror Picture Show oder Produktionen wie Dr. Horrible’s Sing-Along Blog gern mag war das Gesinge nicht gar so schlimm für mich. Dass der Film aber gleich mal mit einem farbenfrohen Mehr aus jungen tanzenden und singenden Leuten los ging… Nun gut – Schnulzenfilm.

Die Story, wie Mia und Sebastian zusammen finden ist schön gemacht und hat mir gut gefallen. Allerdings gab es das „Happy End“ bereits nach 45 Minuten. Da fragte ich mich, was die weiteren 80 Minuten passieren sollte… Nun wie oben schon beschrieben kämpfen beide für ihren jeweiligen Traum, was sie letztendlich trennt.

Achtung ! Spoiler !

Dass sie sich erstmal getrennt haben war für mich als Zuschauer ok, aber mit der Hoffnung, dass das schon wieder wird (zu einem Schnulzen-Film gehört nun mal ein Happy End). Dass sie sich aber am Ende wieder treffen, kurz sehen und that’s it – jeder geht wieder seines Weges… Nein – das kann ich so als Happy End nicht stehen lassen !

Für mich war der Film wirklich überraschend gut und auch das Gesinge war nicht so arg nervig. Die beiden Hauptcharaktere haben ihre Rollen wirklich phantastisch ausgefüllt. Alles in allem war es recht rund. Aber das Ende war für mich einfach nur blöd. Es fühlt sich so an, als wäre der Film noch nicht zu Ende, als würde noch was kommen…

Habt ihr den Film schon gesehen ? Was sagt ihr dazu – hat er wirklich 6 Oscars verdient ?

Filmkritik: Inside a Skinhead – The Believer (2001) mit Ryan Gosling | FSK 18

Bewertung: ©©©©©©©©©©

Story |

Inside a Skinhead – Originaltitel „The Believer“. In diesem Film geht es um den ursprünglichen Juden Daniel Balint, der bereits zur Schulzeit die Geschichte der Juden eher rational sieht als glaubenstreu. Vor allem die Geschichte um Abraham, der für Gott seinen eigenen Sohn opfern soll treibt ihn weg von seinem Glauben hin zu einer antisemitistischen Weltanschauung.

Als junger Mann hat sich Danny dann zu einem neonazistischem Skinhead mit enormen Gewaltpotential gegenüber Juden entwickelt. Bei einem Treffen unter Nazis lernt er Curtis Zampf und Lina Moebius kennen, die planen auf politischem Wege gegen Juden zu kämpfen. Angetan von Danny laden sie ihn zu einem Camp mit weiteren Nazis ein – die allerdings wesentlich gewaltbereiter sind.

Kurz vor dem Camp kommt der New York Times Reporter Guy Danielsen auf ihn zu, der ihn bei dem Treffen mit Zampf kennengelernt hat. Er hat herausgefunden, daß Danny selbst Jude ist und will die Geschichte veröffentlichen. Daraufhin bedroht Danny ihn mit einer Waffe und droht ihm.
Im Camp angekommen zeigt sich schnell die Willensstärke und Gewaltbereitschaft, die in Danny schlummert. Doch wird er immer wieder von seinen Wurzeln und seinem Erbe eingeholt und bringt ihn immer wieder in einen Gewissenskonflikt mit seinem heutigen antisemitistischen Glauben.

Inside a Skinhead

„Inside a Skinhead“ basiert auf der realen Story von Daniel Burros, der in den 60er Jahren Mitglied des Ku Klux Klans und der American Nazi Party war.

 

 

Schauspieler |

Daniel Balint – Ryan Gosling (Drive, All Beauty must die)
Curtis Zampf – Billy Zane (Titanic, Zurück in die Zukunft)
Lina Moebius – Theresa Russel (Kafka, Spider-Man 3)
Carla Moebius – Summer Phoenix (Punk!, Esther Kahn)
Billings – Garret Dillahunt (Raising Hope, Looper)
Carleton – Kris Eivers (Ein Leben für den Tod)
O.L. – Joel Garland (Der Kautions-Cop, I Sell the Dead)
Regie: Henry Bean

Auszeichnungen |

AFI Award – TV Program of the Year
Gotham Award – Henry Bean
Moscow International Film Festival – Henry Bean
Russian Guild of Film Critics – Best Foreign Actor Ryan Gosling
Sundance Film Festival – Dramatic Henry Bean

meine Kritik |

Auf dem Cover steht recht groß, daß dieser Film American History X richtig blass aussehen lässt. Nun, das kommt darauf an mit welcher Einstellung und Erwartung man an diesen Film ran geht. Dieser Film hat mit dem Hollywood Streifen um Edward Norton wirklich gar nichts gemeinsam. The Believer ist authentisch und brutal. Der Zuschauer wird mitgenommen in eine Welt voller Gewalt gepaart mit Selbstzweifeln und Respekt vor dem früheren Glauben. Man merkt als Zuschauer direkt, wie viel Hass in Danny schlummert, doch je weiter der Film sich vorsetzt und je mehr Gleichgesinnte er findet, desto mehr fängt er an zu zweifeln.

Dieser Film zeigt, wie einfach es ist seinen eigentlichen Glauben und der eigenen Geschichte zu misstrauen und an ihr zu zweifeln – und das allein mit bloßem Menschenverstand. Und er zeigt, wie schnell man dadurch ins Gegenteil abrutschen kann und welche Konflikte dies auslösen kann.

Für jeden, der sich für eine Art von kritischen / politischen Filmen interessiert ist dieser Streifen genau richtig. Wer aber eine hollywoodreife Story und Umsetzung erwartet, der ist hier völlig falsch.

 

Filmkritik: Das perfekte Verbrechen (2007) mit Anthony Hopkins | FSK 12

das perfekte Verbrechen

 

Bewertung: ©©©©©©©©©©

Story |

Ted Crawford ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. Doch es ist nicht alles so rosig, wie es hinter seiner Villa und seinem Sportwagen aussieht – denn seine Frau betrügt ihn. Kurzer Hand schmiedet Crawford einen genialen Plan. Er wartet Abends darauf, daß seine Frau (von ihrem Liebhaber) nach Hause kommt und konfrontiert sie mit dieser Erkenntnis und hält ihr eine Waffe vor’s Gesicht. Bevor sie überhaupt etwas sagen kann drückt er ab. Schnell ist die Polizei vor Ort und schickt ihren Spezialisten rein zur Verhandlung. Was bis dahin noch keiner (außer Crawford) weiß, genau dieser Polizist ist der Liebhaber der Ehefrau. Crawford gesteht vor ihm die Tat und wird verhaftet. Die vermeindliche Tatwaffe, die er noch in der Hand hält wird beschlagnahmt.

Der Fall geht an Willy Beachum von der Staatsanwaltschaft, der kurz vor seinem Wechsel in die freie Marktwirtschaft steht. Da Tatwaffe und Geständnis vorliegen sieht es nach einem kurzen klaren Fall aus, den er schnell abhaken könne. Doch da hat sich Beachum geirrt. Nun beginnt das Spiel zwischen ihm und Crawford. Denn dieser widerruft sein Geständnis und bei der Untersuchung seiner Waffe wird festgestellt, daß aus dieser nicht geschossen wurde…

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Filmkritik: All Beauty must Die (2010) mit Ryan Gosling | FSK 16

Bewertung: ©©©©©©©©©©

All Beauty must DieWieder einmal habe ich mir einen Film angesehen, der als „einer der besten Filme dieses Jahres“ von der Chicago Sun-Times kritisiert wurde. Sowas kann ja eigentlich nicht schlecht sein. Der Titel „All Beauty must Die“ verspricht auch schon einiges -und ist nach einer wahren Story verfilmt.
Also rein mit der DVD und Play…

Story |

Der junge David Marks wächst in einer reichen Familie als ältester Sohn auf. Sein Vater ist ein bekannter Immobilien-Guru in New York, dem die meisten Gebäude im den Time Square gehören. David hat erstmal eine glückliche Kindheit und hängt sehr an seiner Mutter. Diese nimmt sich aber recht für das Leben, als sie vom Dach des Hauses springt – was David mit ansehen musste.

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Filmkritik: The Ides of March – Tage des Verrats (2011) mit George Clooney | FSK 12

The Ides of MarchBewertung: ©©©©©©©©©©

Story |

In „The Ides of March“ geht es um den Politik-Wahlkampf der Demokraten für ihren Kandidaten, der später zur Präsidentschaftswahl antreten soll. Mit zur Wahl steht der Gouverneur Mike Morris. An seiner Seite hat er den erfahrenen Berater Paul Zara und den jungen talentierten Stephen Meyers. Meyers ist der aufstrebende Stern am Polit-Berater-Himmel. Das weiß auch die Gegenseite, die versucht den Gegner auszuspielen. Das Bauernopfer dabei ist Meyers. Doch dieser lässt dies nicht auf sich sitzen und holt zum Gegenschlag aus. Sein Vorteil dabei, er weiß von einem Geheimnis des Gouverneurs, welches ein schlimmes Opfer gefordert hat.

Schauspieler |

Stephen Meyers – Ryan Gosling (Drive, The Place Beyond the Pines)
Gouverneur Mike Morris – George Clooney (Oceon’s 11/12/13, The American)
Paul Zara – Philip Seymour Hoffmann (The Master, Capote)
Tom Duffy – Paul Giamatti (The Illusionist, Der Soldat James Ryan)
Molly Stearns – Evan Rackel Wood (The Wrestler, True Blood)
Ida Horowicz – Marisa Tomei (Was Frauen wollen, Alfie)
Senator Thompsen – Jeffrey Wright (Casino Royale, Ein Quantum Trost)
Director: George Clooney

Auszeichnungen |

Australian Film Institue – Best Screenplay
Golden Trailer Award – Best Drama Poster, Best Thriller Poster, Most Original Poster
Hollywood Film Festival – Editor of the Year
National Board of Review, USA – Top Films
Venice Film Festival – Brian Award George Clooney
Palm Springs International Film Festival – Chariman’s Award George Clooney

meine Kritik |

An diesen Film hatte ich schon einigen Anspruch – nicht zuletzt wegen der grandiosen Star-Besetzung. Leider wurde ich aber schnell von der „Story“ eingeholt, die für mich etwas eintönig und durchgekaut erschien. Es geht um einen (wahrscheinlich) typischen amerikanischen politischen Wahlkampf – mit ihren Tücken und Intrigen. Und so zieht sich für mich die Story auch in dem Film. Die Ereignisse in dem Film scheinen gut gemeint zu sein, wurden – meiner Meinung nach – aber eher schwach und eintönig umgesetzt.

Die Schauspieler überzeugen größtenteils in ihren Rollen (auch wenn ich persönlich George Clooney nicht unbedingt gern mag). Die Charaktere sind nur leider etwas eintönig und mit sehr wenigen Emotionen dargestellt… was sicherlich gewollt war. Naja, wer es gern mag…

Für einen verregneten Sonntag Abend ist der Film sicherlich nicht schlecht – wenn man keine anderen guten Filme zu Hause hat.