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Lost Village Dovolo

Ebenfalls in unserem Urlaub vor ein paar Wochen in Kroatien sind wir auf einen sehr interessanten Ort auf der Insel Krk gestoßen: das verlassene Dorf Dolovo.

Der Weg nach Dovolo |

Die Koordinaten führen uns auf einen kleinen Parkplatz zwischen Kras und Gostiniac, von dort aus ein erstmal gut angelegter Weg rein in den tiefen Wald führte. Nach etwa einem halben Kilometer kamen wir dann auch schon an eine Abzweigung mit dem Informationsschild über das verlassene Dorf Dovolo. Lt. Wegweiser sollen es noch 5 Minuten Fußmarsch sein, den wir auch ohne große Überlegung antraten. Der Weg wurde zwar zunehmend enger und bewachsener, aber für eine Person immer noch gut zu durchqueren (- außerdem hatte ich dazu gelernt und diesmal eine lange Jeans angezogen ^^).

Die 5 Minuten waren wirklich nicht gelogen und nach kurzer Zeit erreichten wir die ersten brach liegenden Mauern, die immer noch die Andeutung von früheren mittelalterlichen Häusern machten. Nach ein paar Metern weiter machten wir aber dann die richtige Entdeckung von wenigen Gemäuern, die tatsächlich noch vor wenigen Jahrzehnten bewohnt waren – mitten im dicht bewachsenen Wald ohne irgendeiner Andeutung von Zivilisation. Den Rest könnt ihr auf den Bildern sehen…

Die Geschichte von Dovolo |

Das Dorf Dovolo wurde erstmals 1780 schriftlich erwähnt und hatte laut einer Volkszählung im Jahr 1880 stolze 128 Einwohner. Damals herrschte in dieser Region oft Hunger und Leid, weshalb in den Jahren danach zahlreiche Bewohner das kleine Dörfchen auf der Insel Krkverließen um in den großen Metropolregionen oder sogar im fortschrittlichen Ausland wie Amerika oder auch Deutschland neu Fuß zu fassen.
Bei einer erneuten Volkszählung im Jahr 1974 zählte das Dorf noch ganze 4 Bewohner. Doch seit Anfang der 80er Jahre ist es ganz verlassen und vollends der Natur ausgesetzt.
Obwohl das Dorf seit über 30 Jahren ausgestorben ist zählt es immer noch als offizielle Dorfgemeinschaft.

Meine Bilder von Dovolo |

Urlaub in der Kvarner Bucht 2015 – Teil 2

Weiter gehts mit meinem Urlaubsbericht aus der Kvarner Bucht in Kroatien. Hier also Teil 2 unserer Ausflüge in dieser Woche.

Ausflug Celestial Labyrinths |

An einem anderen Tag führte uns unser Weg nach Omar, das etwas weiter im Landesinneren liegt als Novi Vinodolski. Dort zu finden sind die „Himmels-Labyrinthe“. Auf dem Rundgang kommt man an insgesamt 10 angelegten Stein-Labyrinthen vorbei, die man begehen kann und die jeweils eine besondere Wirkung auf einen haben sollen. So soll man dadurch Stress abbauen, Erkältungen entgegenwirken und ähnliches können. Ob die Labyrinthe am Ende wirklich diese Wirkung haben, das muss jeder selbst für sich entscheiden. :-)

Cache Krk Parkplatz
Cache Krk Parkplatz

Ausflug Insel Krk |

Natürlich sind wir auch auf die gegenüber liegenden Insel Krk gefahren. Dank der dort rüber reichenden Brücke (die natürlich kotenpflichtig ist) ist die Insel leicht mit dem Auto erreichbar. Neben ein paar Halts an der Straße für Panoramaschnappschüsse sind wir auch zur Stadt Krk gefahren. Dort habe ich einen kleinen „U-Boot“-Ausflug gemacht, den ich mir allerdings für 80 Kuna hätte sparen können. 45 Minuten lang ging es durch mehr oder weniger seichtes Gewässer und man konnte ein paar Seeigel und ein paar kleine vorbei schwimmende Fische sehen. Alles in allem etwas, was man sich hätte sparen können – aber nun weiß ich das für’s nächste Mal. :-)
Ein paar Caches haben wir auf der Insel Krk natürlich auch gemacht, aber diese habe ich euch ja in dem Geocaching Bericht zur Kvarner Bucht vor ein paar Tagen schon vorgestellt.

Mordversuche in Kroatien |

Dieser Urlaub stand leider auch sehr im Zeichen von diversen Mordversuchen an meiner Person. Angefangen hat das Ganze, als mich in der ersten Nacht eine doofe Mücke direkt ins Augenlid gestochen hat und ich Karl Dall alle Ehre machte. Zum Glück und Dank gutem Mückenstick war dieses Problem aber schnell beseitigt.
Weiter ging es dann an diesem Tag mit einer Cachingtour auf einen Berg, auf dem eine alte Ruine liegen sollte. Nach erster Fehlleitung durch das Navi und späterer Richtigleitung mit Hilfe des Handys konnten wir nach gefühlten 2 Stunden, 10 Kilometern und 500 Höhenmetern Laufen den richtigen Berg endlich finden. Der angrenzenden Friedhof war klasse, richtig alt und „ruiniert“. :-) Doch der Cache sollte bei der Ruine selbst oben liegen. Also sind wir – in kurzen Hosen bekleidet – einmal hoch durch das Dickicht um am Ende festzustellen, daß die Ruine dermaßen verwachsen ist, daß uns das kniehohe Gestrüb schon gereicht hat und wir aufgrund hüfthohen Gestrübs den Cache aufgegeben haben. Naja alles schön und gut, nach dem Ausflug zurück ins Hotel uns erstmal unter die Dusche. Wieder raus aus der Dusche und dann passierte es: etwas dickes fettes schwarzes hängte da an meinem Knöchel und lies sich nicht wegwischen oder verscheuchen. Da ich bisher in meinem Leben noch NIE mit einer Zecke in Berührung gekommen bin ging erstmal das große Geschrei und Panik los. (Geimpft bin ich NATÜRLICH nicht… :-)) Zum Glück konnten wir das Vieh mit einer Pinzette komplett entfernen. Nun ist abzuwarten, ob das kleine Biest krank war und mich angesteckt hat. Wenn ich also eines Tages gar nix mehr auf dem Blog schreibe, dann wisst ihr was passiert ist. :-)
Nun ja, diesen Schock irgendwie überwunden wollte ich am nächsten Tag auf eine kleine dem Strand gegenüberliegende Insel schwimmen -> auch da lag ein Cache. Mit Schwimmnudel bewaffnet ging es Ruck Zuck einmal rüber. Cache geloggt, die Aussicht bewundert und wieder ab ins Wasser auf den Rückweg. Nach etwa 1/3 der Strecke passierte es dann. Ein mittelgroßes Ausflugsschiff kam direkt auf mich zu. Gefühlte 5 Minuten lang hielt es genau Kurs auf mich und ich überlegte nur noch, wie schnell ich wohl aus dem Weg schwimmen könnte. Nun ja, in letzter Minute hat es dann doch noch abgedreht… Zu diesem Mordversuch hätte ich euch gern ein spektakuläres Bild präsentiert. Mein Paparazzo auf der Landseite war allerdings so erschrocken, daß er erst viel zu spät mit der Kamera drauf gehalten hat. :-/
Naja der letzte Mordversuch war dann nochmal ein kleiner Zeckenangriff, der aber vor der eigentlichen Tat abgewendet werden konnte.