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Malle 2018 – Tag 6 | Wanderung am Punta de n’Amer

Der letzte Tag auf der balearischen Insel war angebrochen – mit leichtem Regen im Gepäck. Wir hatten uns sowieso für eine Wanderung an diesem Tag entschieden, daher war das eher schlechte Wetter nicht ganz so tragisch.

Wanderung am Punta de n’Amer |

Die Halbinsel Punta de n’Amer liegt direkt bei Cala Millor ist etwa 200 Hektar groß und gilt seit 1985 als Naturschutzgebiet. Bereits 1500 v.Chr. war dieses Gebiet ein wichtiger Standort auf der Insel. Die Höhlen wurden damals bereits als Wohnräume genutzt. Im 15. bis zum 18 Jahrhundert fiel dieser Ort vielen Angriffen von Räubern und Piraten zum Opfer, weshalb bald eine Verteidigung angelegt wurde. Davon ist heute noch das kleine Castell, welches wie eine Burg angelegt wurde, im Zentrum der Halbinsel erhalten.

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Auch im spanischen Bürgerkrieg in den 1940er Jahren war Punta de n’Amer ein wichtiger militärischer Stützpunkt für Vorräte und Abhöranlagen. Einige Bunker aus dieser Zeit sind auch heute noch zu finden (allerdings konnte ich keinen Eingang dazu finden…)

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Das heutige Naturschutzgebiet besteht aus einer faszinierenden Landschaft mit Dünenabschnitten, Kiefernwäldern und verschiedenen Felsformationen. Relativ weit südlich befindet sich die in der Frühzeit bewohnte Höhle se Cova de ses Crestes, die über einen Zugang vom Land sowie vom Meer aus hat. Die Höhle war unser Highlight an diesem Tag. Der Eingang war schnell gefunden – dank Geocaching Koordinaten. Angekommen ging es hinab über eine natürliche Treppe in den „Vorraum“ der Dunkelheit. Der Zugang zum Meer war dann sehr schmal und eng, so dass wir gerade so durchgepasst haben mit Rucksack. Zum Glück waren wir gut ausgestattet mit Taschenlampen, denn man hat rein gar nichts gesehen. Nach etwa 5 Metern durchquetschen ging es durch ein kleines Loch abwärts zum Meereseingang. Der Cache war auch schnell gehoben. Das ist mein absoluter Reisetipp für einen Mallorca Urlaub !

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Nun ja, das war dann auch der letzte Ausflug auf der Insel. Am Nachmittag lagen wir noch etwas am Pool rum und zum Abend hin ging es an die Rückgabe der Klapperkiste im nahe gelegenen Rent-a-Car Büro. Abends dann wieder Futtern an der Promenade und zum Abschluss gab es noch eine fette Waffel und einen Cocktail in der Bar Mint in Cala Millor.

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Die Rückreise selbst am nächsten Tag war nicht sonderlich spektakulär. Aufstehen, frühstücken, auschecken, 1 Std. Busfahrt zum Airport, Warten auf den Flieger, Flug nach Berlin, stundenlanges Warten am Flughafen BER, Rückflug nach Nürnberg.

Fazit |

Ich dachte immer, dass Mallorca so eine Partyinsel wäre und es dort eher was zum Feiern gibt als zum Erleben. Ich wurde aber eines Besseren belehrt. Wer sich etwas auf den Urlaub vorbereitet und mobil dort drüben ist, der kann einiges an tollen Sachen erleben. Seien es interessante Wanderungen, die fantastische Natur oder verlassene Orte. Alles in allem ein gelungener Urlaub mit tollen Erlebnissen.

Malle 2018 – Tag 3 | Wanderung, LP Disco & In-Lokal

Der 3. Tag begann gegen 8 Uhr: aufstehen, duschen, frühstücken. Gegen 10 Uhr ging es dann los mit dem Mini-Flitzer in Weiß hoch in den Norden auf die Halbinsel La Victoria. Dort begann das nächste Highlight unseres Mallorca Urlaubs.

Wanderung zur Penya Rotja auf La Victoria |

Für diese Wanderung hatte ich mir einen ganz besonderen Cache ausgesucht, der uns über schmale Pfade und Felsvorsprünge zu einer wunderschönen Aussicht führte. Erstmal führte uns noch das Auto einen Pas hoch zur Ermita de la Victoria – eine Jugendherberge mit Restaurant, an der an diesem Tag reges Treiben war. Gut bepackt mit festem Schuhwerk, Wanderstöcken und genug zu trinken machten wir uns an den Aufstieg. Die ersten paar hundert Meter ging es noch einen breiten Schotterweg hinauf. Doch schon bald mussten wir eine 180 Grad Kehre zu einem recht schmalen Pfad mit Holzgeländer einschlagen.

Für den Aufstieg auf schmalen Pfaden – die Geländer haben sich übrigens recht schnell verabschiedet – dauert mit Fotostopps ca. 1 Stunde. Immer wieder führt der Pfad aus dem Wald hinaus und an die steilen Felswände, von denen man einen fantastischen Panoramablick hat. Kurz vor dem Ziel kommt dann auch schon das versprochene Highlight, wo wir auch die kleine Geocaching Dose finden konnten.

Der Weg führte uns durch ein schmales Felstor, welches ca. 4 Meter lang war. In diesem Überbleibsel eines alten Wachturms konnten wir nach einer kleiner Kletterpartie die Cache Dose auch recht schnell ausfindig machen und loggen. Ein paar Meter fehlten uns allerdings noch bis zu unserem Wanderziel. Wir dachten, der Eingang zu diesem Wachturm wäre schon abenteuerlich gewesen, aber der Weg auf der anderen Seite hinaus belehrte uns eines Besseren und lies uns zwischen Leben und Absturz bangen. Die an der Felsmauer angebrachte Eisenkette hilft hier auch nur bedingt, da diese nachgibt – was ich schmerzlich erfahren musste. :-)

Endlich am Ende der Wanderung angekommen standen wir an einer Plattform mit einem atemberaubendem Blick auf das Cap de Formentor sowie die Halbinsel La Victoria. Auch hier lassen sich noch ein paar Überreste von vermutlich Kriegsgebäuden blicken wie ein alter Wasserspeicher und eine verlassene Hütte. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen Höher zur „nackten Kanone“. Das war allerdings wirklich kein Weg mehr sondern nur noch Klettern über Felsbrocken in die Höhe – naja, und da wir ja nur 2 Mädels waren, voll bepackt… haben wir es dann sein lassen und sind den Rückweg angetreten.

Nach ca. 2 Stunden Gesamtzeit waren wir dann wieder am Auto angekommen und machten erstmal Pause. Ich kann diese Wanderung nur jedem Empfehlen, der mal auf Malle ist und eine bisschen abenteuerlichere Wanderung machen möchte. Die genaue Route könnte ihr in meinem Komoot Account nachvollziehen oder euch kopieren.

Let’s go Disco – ein Lost Place mitten im Nirgendwo |

Auf dem Rückweg der Wanderung hielten wir noch kurz Es Foguero Palace in Alcudia. Jetzt denkt ihr bestimmt – da war es doch sicherlich noch viel zu früh um in die Disco zu gehen… Stimmt – aber nicht für mich. :-) Diese Disco bzw. Revue-Theater hat zum Glück keinen Eintritt gekostet und es war auch nicht so voll und so laut, wie man es von Malle Discos gewohnt ist. Dasv Es Foguero Palace – ein „Riesentempel“ – wurde 1989 von Schlagersänger Julio Iglesias eröffnet. Eine große Showbühne prägt das Zentrum des Areals, auf der der ein oder andere Künstler bereits aufgetreten ist – zumindest in den 3 Jahren, in denen es geöffnet hatte. Denn 1992 wurde das Areal bereits wieder geschlossen. Grund war – soweit ich es recherchieren konnte – die schlechte Lage, die einfach nicht genug Gäste angezogen hat. Nun rottet die Anlage seit 1992 vor sich hin, nachdem alles, was nicht Niet und Nagelfest gewesen war bereits geklaut wurde.

So verfällt die Anlage nun und bietet Lost Place – Liebhabern heute einen tollen Ort um Fotos zu schießen und in der Vergangenheit zu „schnüffeln“.

Unterwegs im Land & kleine verlassene Finka |

Untewegs haben wir noch eine kleine verlassene Finka entdeckt, die allerdings (eigentlich) zugemauert war. Dort sind wir dann natürlich nicht eingestiegen und haben nur von außen Bilder gemacht. Auch wenn es dort wirklich windig war (wir befinden uns übrigens immer noch im Norden) gibt es hier richtig tolle Ufer mit kleinen Bergen im Hintergrund.

Abendessen im In-Lokal El Sol |

Das El Sol in Son Serra De Marina wurde uns besonders ans Herz gelegt, und da wir schon in der Gegend waren sind wir gleich mal da vorbei gefahren. Erstmal mussten wir aber ewig im Ort suchen, um es endlich zu finden. Das Restaurant ist ganz am Ende der Straße im Osten des Dorfes – muss man wissen. Leider hatten wir nicht reserviert, daher haben wir nur noch einen kleinen Tisch im Schatten ergattern können. Das Essen war lecker – wenn auch preislich etwa 20% teurer als das, was wir an den anderen Abenden gegessen haben. An verschiedenen Tagen ist dort Live Musik bzw. kommen mehr oder weniger bekannte DJs vor Ort und dann geht dort wohl die Post ab. Wenn man an der richtigen Seite reserviert kann man fantastisch auf das Meer hinaussehen und zur richtigen Uhrzeit auch ein bisschen vom Sonnenuntergang im Westen erhaschen.

Wir sind nach dem Essen dann eben noch zum Strand runter gegangen um etwas vom Sonnenuntergang zu sehen. Dies wurde uns allerdings von dicken Wolken verwehrt, weswegen wir dann eben doch wieder zum Auto und Heim gefahren sind.

Die Bar Mint |

Eigentlich wollte wir in der Hoteleigenen Bar noch einen Cocktail trinken, doch dort wurden wir etwa 15 Minuten ignoriert (es waren außer uns nur noch 3 Damen anwesend) weshalb wir dann eben wieder gegangen sind und in das gegenüberliegende Cafe Mint gegangen sind. Zu unserem Glück war dort an dem Abend „jeder Cocktail 6 €“, was wir natürlich gleich ausnutzten. Die Bar wird von einem total netten britischen Ehepaar geführt, die total cool drauf sind.

Nach dem 3. Cocktail war dann aber Schluss, schließlich stand für morgen eine Bootsfahrt mit Höhlenbesichtigung in Porto Christo auf dem Plan – worüber ihr dann im nächsten Blogartikel lesen könnt.