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Testbericht: FitBit Charge

Nachdem ich nun schon einige Aktivitätstracker getestet habe – ihr könnt die Berichte hier nachlesen: Mio Fuse Performance, Nike+ Fuelband, A-Rival Qairos, FitBit One – habe ich mich nun für einen Test des FitBit Charge entschieden. Auf Amazon kostet das Band stolze 119 €, was nach meinem Aktivitätstracker Vergleich eher hochpreisig ist. Doch hohe Ansprüche verlangen nun mal manchmal auch einen hohen Preis. 2 Wochen ist es nun schon Mein, genug Zeit um einiges zu testen. Daher hier nun mein Testbericht. dazu.

Test: FitBit Charge

Auspacken und Einrichten |

Die Lieferung mit Amazon Prime ging wie immer super reibungslos und schon am nächsten Tag lag das Band in der Paketbox. Die Verpackung macht einen guten Eindruck. Das FitBit ist also schnell ausgepackt und macht auch selbst einen guten Eindruck. Das Band ist zwar schlicht aus Kunststoff mit wirklich kleinem Display. Der Vorteil aber: das Display ist vertikal zum Armband angesetzt und nicht horizontal wie bei den meisten anderen Aktivitätstrackern. So muss man sich nicht erst verrenken, wenn man etwas ablesen will. Man hält es einfach wie eine Uhr und kann direkt alle Werte perfekt ablesen. Der Knopf ist an der linken Außenseite nehmen dem Display und lässt sich gut bedienen. Das Kunststoffband ist wie schon oben geschrieben relativ schlicht, doch durch einfache parallel Einkerbungen sieht es voll schick aus. Der Verschluss ist mit 2 Knöpfen gelöst worden, durch die man auch die Größe einstellen kann. Hier ist allerdings zu sagen: ich habe nun kein wirklich großes oder breites Handgelenk, muss das FitBit Charge allerdings in der 2t weitesten Stellung tragen.
Noch zu Erwähnen ist die Option, daß man die Uhrzeit durch zweimaliges Tippen auf dem Band aktivieren kann. Man muss also nicht immer zwingend den Knopf drücken. Allerdings klappt das nur bei 2 von 3 Versuchen.

FitBit Charge
FitBit Charge

Aufzeichnung der Daten im Alltagsmodus |

Im normalen Alltagsmodus, der quasi immer läuft, werden Schritte, Distanz, verbrauchte Kalorien und Stockwerke angezeigt. Ich habe die Daten mit der iOS Health App gegen gecheckt und die Daten im FitBit scheinen schlüssig zu sein. Auch aus den vergangenen Werten, die ich mit dem Fuelband getrackt habe passt es zusammen. Die verbrauchten Kalorien ist ein Kombiwert aus Grundumsatz + zusätzlich verbrauchte Kcal durch Aktivität. Man ist also immer auf dem neuesten Stand, der mir anhand der Werte auch absolut schlüssig erscheint.
Einzig und allein die Stockwerke sind manchmal sehr fantasievoll. Wenn ich z.B. mit dem Fahrrad ne Tour mache und etwa 100 m Berg auf fahre habe ich gleich mal 10 Stockwerke drauf. :-) Da kann der eingebaute Höhenmesser anscheinend nicht unterscheiden. Da es mir aber nicht auf überwundene Stockwerke ankommt ist dieses Detail für mich nicht so schlimm.

Aufzeichnung Trainingsmodus |

Hier musste ich bisher eine kleine Schwäche feststellen. Woher diese kommt ist mir allerdings noch schleierhaft. Den Trainingsmodus aktiviert man über längeres Drücken des Knopfes. Es erscheint kurz eine Stoppuhr und die Zeit läuft los. Nach dem Training stoppt man auf die gleiche Weise die Aufzeichnung. Ich habe das nun ca. 10 mal getestet und bei etwa 30 % wurde mir das Trainings danach in der App nicht angezeigt. Wieso und weshalb weiß ich nicht… Wenn es aber angezeigt wird, dann kann man die Werte in der App gut nachvollziehen und auch einer bestimmten Sportart zuordnen.

Akkulaufzeit |

Laut FitBit beträgt die Akkulaufzeit bei normaler Nutzung gute 7 Tage. Bei mir war das Band nach guten 6 Tagen am Rande der Laufzeit angekommen. Ok, ich bin aber auch jemand, der alle Nase lang nachsieht, wie weit die Zahlen schon sind. :-) Daher sind die getesteten 6 Tage völlig in Ordnung.

Die FitBit App |

In meinem ersten FitBit Versuch Anfang des Jahres kam ich mit der App so gar nicht zurecht. Nun, nachdem ich einige Tracker und Apps getestet habe fällt mir die Nutzung der FitBit App schon wesentlich leichter. Auf dem Startbildschirm sehe ich meine Alltagswerte wie Schritte, Distanz, verbrauchte Kalorien und Stockwerke. Zusätzlich dazu kann ich noch Gewicht, aktive Minuten, Trainings, aufgenommene Kalorien und getrunkene Flüssigkeit anzeigen lassen. Die letzten beiden muss ich allerdings manuell nachtragen. Dazu besitzt die App eine eigene Lebensmitteldatenbank. Diese hat bisher auch gut funktioniert bis auf einen weiteren entdeckten Fehler: manchmal werden eingetragene Lebensmittel einfach wieder gelöscht… Keine Ahnung wieso und weshalb. Das konnte ich auch noch nicht lösen.
Ansonsten komme ich mit der App gut zureckt. Synchronisation mit iPhone funktioniert gut. Man kann sich Tagesziele im Bereich Schritte, Distanz, Stockwerke und verbrauchte Kalorien setzen. Außerdem erhält man für bestimme Ziele besondere Abzeichen, die man im Profil ansehen kann. Wieder ein Anreiz mehr zu tun… :-)

FitBit App Übersicht+Training
FitBit App Übersicht+Training

Plus und Minus Punkte 

Plus Punkte für das FitBit Charge

  • schönes Design und gutes Display
  • lange Akkulaufzeit
  • Trackt viele Daten
  • realistisches Tracking der Daten
  • einfache Bedienung der App mit allen Daten
  • Aktivitäten und Lebensmittel in einer App kombinierbar

Minus Punkte gegen das FitBit Charge

  • Armband nicht sehr rubust (Schönheitsfehler)
  • nicht wasserdicht
  • kleine App-Probleme mit Trainings und Lebensmittel
  • relativ teuer

Fazit |

Ich war ja eher voreingenommen gegenüber FitBit, da ich nach dem Test von FitBit One gar nicht das bekommen hatte, was ich wollte. Mit dem FitBit Charge ändert sich meine Einstellung allerdings. Das Band ist genau das, was ich mir vorgestellt habe. Es ist gut zu tragen, trackt alles ordentlich und realistisch mit, Daten sind am Armband gut ablesbar und die App ist auch in Ordnung. 119 € ist zwar ein stolzer Preis für so einen Tracker, aber – gerade zum Vergleich zu den anderen Geräten die ich bisher hatte – ist dieser dann doch gerechtfertigt. Ich werde das FitBit Charge auf jeden Fall behalten und es ist ab sofort mein täglicher Begleiter. Regelmäßige Berichte zu meinen Vorschritten folgen natürlich hier auf meinem Blog. :-)

Ach übrigens: Das FitBit Charge gibt es auch in der HR Variante, welches den Puls über das Handgelenk messen kann.

Tausch: FitBit gegen Dynafit Primaloft Jacke

Zu Weihnachten habe ich – wie schon berichtet – einen FitBit Tracker bekommen, von dem aus die Aktivitätenpunkte in Weight Watchers automatisch errechnet werden. Ich hatte nun einige Tage um das Gerät zu testen und muss nun zum Entschluss kommen, daß ein FitBit nicht meinen Erwartungen entspricht und deshalb wieder zurück geht.

Warum kein FitBit ?

Nach einem eingehenden Test musste ich einige für mich nicht passende Eigenschaften am FitBit feststellen:

  • Synchronisation mit Weight Watchers geht nur ab und zu
  • Sporteinheiten werden entweder gar nicht oder nur bedingt bewertet (40 Min. Spazieren gehen = 1 Punkt – eig. 3 Punkte in WW, 10 Min. Stepper = gar nicht gewertet – eig. 2 Punkte in WW)
  • berechnete Stockwerke passen nicht (in freier „Wildbahn“ werden zahlreiche Stockwerke gezählt, obwohl dort keine Treppen waren)
  • zusätzliche (nicht trackbare) Aktivitäten wie Schwimmen etc. können nur auf der Website eingetragen werden – nicht über die App. Dort muss man selbst Werte für die Zeit und verbrauchten Kalorien eingeben.
  • Schlaftracker ist recht unbrauchbar, sagt nicht wirklich viel über die Schlafphasen aus
  • Anbringen des Trackers über den Clip ist umständlich, zwischen durch Ablesen nur umständlich möglich

Unterm Strich bringt mir das FitBit also gar nix. Da bin ich mit meinem Nike+ Fuelband wesentlich besser dran. Die Option, in Weight Watchers direkt die Aktivitätenpunkte sehen zu können wäre zwar cool gewesen – aber nur wenn das vernünftig funktioniert hätte.

Daher geht das FitBit nun zurück. Die Aktivitäten, die ich nun während der Arbeit verdiene (im Durchschnitt 8-10 Km durch die Gegend rennen) werde ich nun mit dem Fuelband umrechnen. Pro 500 verdiente Fuels während der Arbeit gibt es 1 WW Aktivitätenpunkt.

Dynafit Primaloft Jacke |

Im Tausch gegen das FitBit und den ein oder anderen €uro von mir noch oben drauf gab es nun gestern eine total coole und vor allem ultra-warme Primaloft Gold Jacke von Dynafit in stylischem Schwarz. Primaloft ist eine synthetische Daune, die richtig gut warm hält. Im Härtetest gestern Abend und heute Mittag konnte diese sehr gut bestehen. Ein weitere Vorteil: die Jacke wiegt fast gar nix. Ca. ein halbes Kilo Jacke trägt man da mit sich rum. Trotzdem ist sie aber gut Wind und Wasser abweisend. Und außerdem schaut sie wirklich schick aus. :-)

Dynafit Jacke
Dynafit Jacke in der Anprobe