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Manchmal fühl‘ ich mich wie der Doctor…

… die Nicht-Doctor Who Fans von euch werden in diesem Beitrag heute sicherlich nicht sehr unterhalten werden, aber eine Story vom Doctor passt aktuell genau auf mich. :-) Deshalb möchte ich euch die Geschichte von meinem Lieblings-„Held“ erzählen…

Die Pandorica |

Eines Tages wird der Doctor zusammen mit seinen Begleitern Amy und River in die Römerzeit gerufen. Dort gibt es unterhalb von Stonehenge ein Geheimnis, welches zu lüften gilt. Die Stufen herab gestiegen treffen sie auf eine riesige Kiste mit merkwürdigen Zeichen. Die Kiste lässt sich so nicht öffnen – es heißt aber, dort soll das gefährlichste Wesen des Universums gefangen gehalten werden. Doch da haben die 3 eine Kleinigkeit falsch verstanden: es ist nicht etwas eingesperrt, sondern es soll das gefährlichste Wesen noch eingesperrt werden. Und da passiert es…

Die Gegner |

Daleks, Cybermen, Sontaraner, Slithien, Silurianer, Judoons und viele andere schlecht Gesinnte fliegen heran. Sie alle haben eine Allianz gegründet – die Allianz gegen den Doctor. So hat er diesmal keine Chance und muss sich seinem Schicksal stellen: der Pandorica. Dies soll nun also sein lebenslanges Gefängnis werden. Er wird in die Kiste eingeschlossen und auf ewig weggesperrt bleiben. Alle Taten die in der Zukunft durch ihn begangen worden wären (jetzt wird es kompliziert :-)) sind somit dahin und am Ende steht die Erde ohne Sterne da – es gibt also keine weiteren Planeten mehr. Die vermeindliche Sonne ist kurz davor komplett zu verglühen (denn eigentlich ist es die explodierende Tardis, die ohne ihren Doctor stirbt…) und die Welt ist nicht mehr die Welt wie wir sie kannten.

Die Verbündeten |

Doch der Doctor wäre nicht der Doctor, hätte er nicht immer eine Hand voll Freunde um sich, die ihm in jeder Lage helfen. So kümmern sich Amy, Rory und River darum, daß es 2000 Jahre später dazu kommt, daß sich alle vier wieder finden und die Pandorica geöffnet wird. Nun gilt es aber noch das Ende der Welt zu verhindern, denn wenn die Tardis letztendlich explodiert wird sie das ganze Universum mitreißen.

Die Rettung |

Zusammen aber schaffen sie es und es kommt zum Big Bang II. Dieser „resettet“ die Welt und rettet sie somit. Alles ist nun wie vorher – nur der Doctor fehlt, denn er musste sich opfern um alle zu retten. Aber durch die Kraft und dem starke Glauben seiner wenigen Freunde schaffen sie es gemeinsam ihn wieder zurück zu holen.
Nun kann er also wieder unter ihnen sein und die Welt immer wieder vor weiteren Bösewichten beschützen.

Was will ich damit sagen… |

Ihr denkt euch sicherlich „was will sie denn jetzt damit“. :-) Das will ich euch kurz erklären. Es gibt Situationen im Leben, da stellen sich alle gegen einen. Man muss gar nichts dazu tun, es kann durch unglückliche Umstände, Missverständnisse oder ähnliches dazu kommen und plötzlich rotten sich alle zusammen und dann steht man fast allein da – auch wenn man der Gute ist. In dieser Situation braucht man diese handvoll Gefährten, die einem beistehen und unterstützen. Und nach einem Big Bang hat man immer die Chance, daß es gut weiter geht, wenn man nur daran glaubt.
Ich habe nun die Pandorica hinter mir und stehe grad mitten im Big Bang. Aber ich weiß, daß es nach dem großen Knall gut weiter gehen wird. Daß ich die ganzen Daleks, Cybermen, Sontaraner & Co. nicht mehr sehen brauche und die mir nichts mehr anhaben können.
Wenn ihr mal in so einer Situation im Leben seit, dann denkt an die Folgen „The Pandorica Opens“ und „The Big Bang“ aus Staffel 5 von Doctor Who. Und was der Doctor schafft, das schaffen wir doch schon lange… :-)

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der Doctor gegen den Rest der Welt

Serienkritik: Torchwood – Staffel 1

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Es ist 1941. Wir sind in London, wo gerade ein Luftangriff der Deutschen auf Großbritannien läuft. Rose läuft einem kleinen Jungen hinterher, der unentwegt nach seiner Mami ruft. Der Doctor geht unterdessen einer anderen Spur in einer Bar nach. Rose ist inzwischen auf ein Dach geklettert um dem kleinen Jungen zu helfen, aber er verschwunden. Der Luftangriff geht weiter und ihre einzige Chance dem Bombenhagel zu entkommen besteht darin, sich an einem Seil festzuhalten – nichts ahnend, daß sie damit nun an einem Zeppelin hängt. Lange kann sie sich nicht festhalten. Doch gerade in dem Moment, als sie ihre Kraft verliert und los lässt erscheint ein Lichttunnel, der sie sicher in der Luft hält und zu einem versteckten Raumschiff in der Nähe bringt.

Und dort wartet er schon: Captain Jack Harkness …

Wer ist Captain Jack Harkness ?

Jack ist eigentlich ein Zeitagent aus dem 51. Jahrhundert. Nachdem ihm in der Time Agency übel mitgespielt wurde verließ er diese und wurde zum Betrüger und Schwindler. Allerdings strandete er im 19. Jahrhundert auf der Erde, nachdem sein Vortex Manipulator kaputt gegangen ist. Captain Jack Harkness – was übrigens nicht sein echter Name ist – ist ein Soldat und Führungsmensch, weshalb er einen hohen Posten in der britischen Armee besetzt. Außerdem ist er bei seinen Mitmenschen in jeder Hinsicht sehr beliebt – sind es nun Frauen, Männer oder wenn gerade da auch Außerirdische.
Nach einer kurzen Reise mit dem Doctor und Rose erlangt Jack die Fähigkeit – oder den Fluch – niemals sterben zu können, woraufhin ihn der Doctor zurück lässt. Nicht weil er ihn nicht leiden könne, sondern weil er weiß, daß diese Fähigkeit eine sehr gefährliche Gabe ist.

Was ist Torchwood ?

1879 ist Queen Victoria auf der Durchreise und hält auf dem Landsitz von Sir Robert MacLeish. Auch der Doctor und Rose sind „zufällig“ anwesend. Dort müssen sie sich unheimlichen außerirdischen Kreaturen stellen und entkommen nur knapp dem Tode. Nachdem der Doctor und Rose wieder abgereist sind ruft Queen Victoria eine Geheimorganisation ins Leben, die gegen außerirdische Bedrohungen kämpfen sollen. Und der Name dieser Institut leitet sich aus dem Namen des Landsitzes ab, wo sie diese schreckliche Erfahrung machen musste: Torchwood (Übrigens ist Torchwood ein Anagram zu Doctor Who ^^)
Seit dem erforscht das Torchwood Institut alles außerirdische, was nur irgendwie zur Erde kommt. Hauptsitz ist vorerst London – Torchwood One -, bis dieses im Jahr 2007 durch die Cybermen und die Daleks zerstört wurde. Seit dem ist Torchwood Three in Cardiff die Hauptbasis , in der Captain Jack Harkness das Sagen hat.

Torchwood Staffel 1 |

Die Staffel beginnt damit, daß Torchwood als Geheimorganisation Morde untersucht und die normale Polizei dabei im Dunkeln gelassen wird. Doch Gwenn Cooper – kleine Streifenpolizistin – will der Sache auf den Grund gehen und kommt hinter das Geheimnis von Torchwood. Durch den Verlust einer Agentin ist nun „zufällig“ ein Platz im Torchwood Team Cardiff frei. Bereits mit an Board sind neben Captain Jack:

Toshiko Sato – Computerspezialistin
Ianto Jones – Archivar und „Mädchen für alles“, war früher bei Torchwood One
Dr. Owen Harper – der Arzt des Teams

Torchwood Staffel 1
Torchwood Staffel 1 – DVD Box

Gwenn wird gut in das Team aufgenommen, bringt allerdings durch ihre forsche und recht naive Art immer wieder neue Geschichten ans Tageslicht, die einem das Gesamtbild der Torchwood Truppe noch anschaulicher machen. Überall wo es übernatürliche Aktionen gibt ist Torchwood am Start. Vorgefahren mit ihrem Mega-SUV (das ist auch mal gar nicht auffällig ^^) lösen sie mysteriöse Fälle um Hoix, Weevils, Fairys, Arcateenians, Abaddons und weiteren mordlustigen Aliens.

In der ersten Staffel werden vor allem die einzelnen Schwächen der Team-Mitglieder aufgezeigt:

Gwenn wächst immer mehr in die Gruppe hinein, wird aber unterdessen immer verschwiegener ihrem Freund Rhys gegenüber. Die Beziehung kommt ins Wanken, nicht zuletzt, weil Gwenn eine kurze Affäre mit Owen beginnt.
Jack ist unterdessen derjenige der immer versucht, so viele Menschen wie möglich zu retten –auch wenn das manchmal den Verlust eines Einzelnen mit sich bringt. Er ist die Kraft, die die Gruppe zusammenhält und führt – auch wenn er manchmal innerlich am allermeisten Führung nötig hätte.
Toshiko ist heimlich verliebt in Owen, der sie keines Blickes würdigt. So verliert sie sich immer wieder an Personen, die ihr nicht unbedingt gut tun.
Ianto ist eigentlich ein erfahrener Ermittler, wird aber von Jack klein gehalten. Jack sieht aber dennoch mehr in ihm, so haben auch die beiden eine heimliche Beziehung miteinander. Vielleicht will Jack ihn also nur schützen, indem er ihn nicht unentwegt Gefahren aussetzt. Doch Ianto hängt zeitgleich noch zu sehr an einer früheren Liebe, die er weder psychisch noch physisch vergessen kann.
Owen ist ein Draufgänger, der alles mitnimmt, was nicht bei 3 auf dem Baum ist – vorausgesetzt allerdings es ist weiblich. Doch reicht ihm das wirklich ?

Schauspieler |

Captain Jack Harkness – John Barrowman
Gwenn Cooper – Eve Myles
Dr. Owen Harper – Burn Gorman
Toshiko Sako – Naoko Mori
Ianto Jones – Gareth David-Lloyd
Rhys Williams – Kay Owen
Regie: Russel T. Davies
Musik: Murray Gold

Fazit |

Torchwood an sich als Spin-Off zu Doctor Who kann ja nur toll sein. Captain Jack ist natürlich auch fantastisch, wenn auch nicht immer so polarisierend wie in den Doctor Who Folgen. Gwenn ist auf Dauer etwas nervig. Mal abgesehen von ihrer komischen Zahnlücke ist sie durchweg vorlaut und trotzdem mega naiv. Auch sind die anderen Charaktere leider etwas schwach ausgefallen, was die ganze Serie eher mittelmäßig macht. Ansatzweise sind mal ein paar gute Aliens zu sehen, aber meistens sind auch die Storys eher … naja … nicht gerade Doctor Who like.

In einem Satz: Wer den Doctor liebt, der wird Torchwood mögen…

Death in Heaven – wo war denn da der Himmel ?

Am vergangenen Samstag lief endlich das Finale der 8. Staffel von Doctor Who, auf das wir schon so lange gewartet haben. Zwar wurde diese wie bisher alle Folgen nur in Englisch ausgestrahlt, was aber vielleicht auch besser so war (angesichts der ersten Stimmproben, die man im neuen deutschen Trailer zu hören bekam). Nun ja, wie dem auch sei, der 1. Teil des Finales „Dark Water“  hat ja schon einiges versprochen und Hoffnung auf ein grandioses Finale gemacht – gut, bis auf den „Aufmarsch“ der Cybermen. Nun, nachdem ich „Death in Heaven“ gesehen habe bleiben bei mir so viele Fragen offen, daß ich gar nicht mehr weiß, was ich von diesem Finale halten soll.

  • Was hatte Missy / der Master mit den Cybermen zu schaffen ? Die können doch allein den Doctor bekämpfen…
  • Was ist am Ende mit dem Nethersphere geworden ?
  • Warum speichert Missy das Bewusstsein der Toten ab um diese dann in Cyber-Hüllen zu packen ? Cybermen sind doch eh emotionslos…
  • Wie können Leichen in Gräbern Metallpanzer wachsen ?
  • Wie ist das Wasser der Cybermen in der Leichenhalle auf den Tisch und in die Kammern gekommen ?
  • Woher wusste UNIT so schnell von der Bedrohung und war sofort zur Stelle ?
  • Wieso um alles in der Welt wird der Doctor zum Präsidenten der Welt und dann auch noch zum „Cyber-König“ gemacht ?
  • Warum reagieren die Soldaten nicht, als Missy Osgood droht und sich dann – ungefesselt – die Lippen nachzieht mit Lippenstift ?
  • Wieso gibt sich Clara anfangs als Doctor aus und hofft auf die Verschonung durch die Cybermen ? Als ob die den Doctor nicht auch töten wollten…
  • Was genau war denn eigentlich der Plan des Masters ? Ihn als Freund zurück zu bekommen – indem er / äh sie seine Freunde auf der Erde ausrottet ?!
  • Woher kam denn diese angebliche starke Bindung zwischen Clara und Danny ? Durch ihre Lügen, die sie ihm seit Wochen oder vielleicht sogar Monaten aufgetischt hatte ?
  • Und die wichtigste Frage: Ist Jenna Coleman alias Clara jetzt raus ?!

Was hatte der Master mit der Zusammenführung zw dem Doctor und Clara wirklich zu tun ? Ums mal genau zu sagen, der Doctor hatte Clara bereits mehrfach in anderen Zeiten getroffen bevor der Master ihr die Telefonnummer gab.

Insgesamt fand ich die komplette Staffel 8 eher unspektakulär. Das möchte ich aber gar nicht Peter Capaldi zuschreiben, der kann mit Sicherheit mehr als von ihm verlangt wurde. Sehr zäh war dagegen die Story von und um Clara, die mich persönlich inzwischen nur noch nervt. Aber auch die einzelnen Episoden waren eher Versucht als Gekonnt – wie zum Beispiel „Robot of Sherwood“, „The Caretaker“, „Flatline“, „Kill the Moon“ oder „The Forest of the Night“. Mir kamen diese Folgen wie eine Art Lückenfüller vor, weil gerade keine andere Story da war. Einige Ideen in diesen Folgen hatten sicherlich Potenzial, aber am Ende war es einfach nur lächerlich (der Mond ist ein Ei ?!?!?).

Ich hoffe wirklich, daß für Staffel 9 wieder mehr nachgedacht wird oder sich einfach mehr Zeit für die Ausarbeitung genommen wird. Für mich ist aktuell auf jeden Fall der „Geist von Doctor Who“ verloren gegangen. In den früheren Staffeln (new) war der Doctor fasziniert von allem und jedem, konnte sich mitreißen lassen oder hat uns Zuschauer gekonnt mitgerissen in die Abenteuer. Man konnte die ehrliche Verbindung zwischen ihm und seinen Companions richtig spüren. Aber momentan gibt es nur noch Lügen, verwirrte Storys und seltsam umgesetzte Schauplätze.

Und eins noch zum Schluss: BITTE BITTE LIEBE DREHBUCHAUTOREN, MACHT AUS DEM DOCTOR KEINE FRAU !!!!!

Missy = Mistress = Master !?

Seit letztem Samstag ist das Geheimnis – naja, zumindest eins – um die mysteriöse Gestalt von Missy gelüftet. Im ersten Teil des Staffelfinales von Doctor Who „Dark Water hat sich die Person nun endlich geoutet. Es wurde seit dem ersten Erscheinen von Missy in Folge 1 Deep Breath viel gerätselt, wer sich hinter dem Gesicht von Schauspielerin Michelle Gomez verbirgt.

Ist es die Rani ? Vielleicht eine Inkarnation von River Song ? Oder vielleicht eine frühere Companion des Doctors, die in der „Nachwelt“ weiterlebt ?

Letztendlich war das nun aber alles nicht richtig, dann Missy ist der Master. Wir erinnern uns an das Staffelfinale von Staffel 4, in der der Master (damals verkörpert von dem grandiosen John Simm) wieder einmal gegen unseren Doctor gekämpft hat, in dem er die Time Lords aus dem Zeitkrieg befreien und zur Erde der damaligen Zeit bringen wollte. Doch auch hier war der Doctor – damals noch mit dem Gesicht von David Tennant – erfolgreich, bezahlte dafür aber mit einer seiner Regenerationen.

Und nun ist der Master wieder zurück – in Form einer Frau. Nun ja, darüber kann man sich nun streiten, ob das ein gelungener Schachzug war oder eine Frau als „Superschurken-Time Lord“ eher lächerlich rüber kommt. Viel spannender finde ich die Frage, was der Master mit den Cybermen zu schaffen hat und wieso sie die Verstorbenen in Cybermens verwandeln. Diese Frage wird allerdings schon heute Abend um 21.30 Uhr mit dem großen Finale Death in Heaven auf FOX beantwortet. Dort erwartet uns in Überlänge das große Doctor Who Finale zur 8. Staffel.

Eine Frage steht aber dennoch offen: Wird Clara weiterhin die Begleiterin des Doctors bleiben ? Mal ganz davon abgesehen, daß ich sie inzwischen „doof“ finde, steht es aktuell wirklich in den Sternen, ob wir sie in Staffel 9 an der Seite von Peter Capaldi weiter sehen werden. Die Produktion um Doctor Who und auch Jenna Coleman hüllen sich dazu ganz bewusst in Schweigen…