Serienkritik: Torchwood – Staffel 1

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Es ist 1941. Wir sind in London, wo gerade ein Luftangriff der Deutschen auf Großbritannien läuft. Rose läuft einem kleinen Jungen hinterher, der unentwegt nach seiner Mami ruft. Der Doctor geht unterdessen einer anderen Spur in einer Bar nach. Rose ist inzwischen auf ein Dach geklettert um dem kleinen Jungen zu helfen, aber er verschwunden. Der Luftangriff geht weiter und ihre einzige Chance dem Bombenhagel zu entkommen besteht darin, sich an einem Seil festzuhalten – nichts ahnend, daß sie damit nun an einem Zeppelin hängt. Lange kann sie sich nicht festhalten. Doch gerade in dem Moment, als sie ihre Kraft verliert und los lässt erscheint ein Lichttunnel, der sie sicher in der Luft hält und zu einem versteckten Raumschiff in der Nähe bringt.

Und dort wartet er schon: Captain Jack Harkness …

Wer ist Captain Jack Harkness ?

Jack ist eigentlich ein Zeitagent aus dem 51. Jahrhundert. Nachdem ihm in der Time Agency übel mitgespielt wurde verließ er diese und wurde zum Betrüger und Schwindler. Allerdings strandete er im 19. Jahrhundert auf der Erde, nachdem sein Vortex Manipulator kaputt gegangen ist. Captain Jack Harkness – was übrigens nicht sein echter Name ist – ist ein Soldat und Führungsmensch, weshalb er einen hohen Posten in der britischen Armee besetzt. Außerdem ist er bei seinen Mitmenschen in jeder Hinsicht sehr beliebt – sind es nun Frauen, Männer oder wenn gerade da auch Außerirdische.
Nach einer kurzen Reise mit dem Doctor und Rose erlangt Jack die Fähigkeit – oder den Fluch – niemals sterben zu können, woraufhin ihn der Doctor zurück lässt. Nicht weil er ihn nicht leiden könne, sondern weil er weiß, daß diese Fähigkeit eine sehr gefährliche Gabe ist.

Was ist Torchwood ?

1879 ist Queen Victoria auf der Durchreise und hält auf dem Landsitz von Sir Robert MacLeish. Auch der Doctor und Rose sind „zufällig“ anwesend. Dort müssen sie sich unheimlichen außerirdischen Kreaturen stellen und entkommen nur knapp dem Tode. Nachdem der Doctor und Rose wieder abgereist sind ruft Queen Victoria eine Geheimorganisation ins Leben, die gegen außerirdische Bedrohungen kämpfen sollen. Und der Name dieser Institut leitet sich aus dem Namen des Landsitzes ab, wo sie diese schreckliche Erfahrung machen musste: Torchwood (Übrigens ist Torchwood ein Anagram zu Doctor Who ^^)
Seit dem erforscht das Torchwood Institut alles außerirdische, was nur irgendwie zur Erde kommt. Hauptsitz ist vorerst London – Torchwood One -, bis dieses im Jahr 2007 durch die Cybermen und die Daleks zerstört wurde. Seit dem ist Torchwood Three in Cardiff die Hauptbasis , in der Captain Jack Harkness das Sagen hat.

Torchwood Staffel 1 |

Die Staffel beginnt damit, daß Torchwood als Geheimorganisation Morde untersucht und die normale Polizei dabei im Dunkeln gelassen wird. Doch Gwenn Cooper – kleine Streifenpolizistin – will der Sache auf den Grund gehen und kommt hinter das Geheimnis von Torchwood. Durch den Verlust einer Agentin ist nun „zufällig“ ein Platz im Torchwood Team Cardiff frei. Bereits mit an Board sind neben Captain Jack:

Toshiko Sato – Computerspezialistin
Ianto Jones – Archivar und „Mädchen für alles“, war früher bei Torchwood One
Dr. Owen Harper – der Arzt des Teams

Torchwood Staffel 1
Torchwood Staffel 1 – DVD Box

Gwenn wird gut in das Team aufgenommen, bringt allerdings durch ihre forsche und recht naive Art immer wieder neue Geschichten ans Tageslicht, die einem das Gesamtbild der Torchwood Truppe noch anschaulicher machen. Überall wo es übernatürliche Aktionen gibt ist Torchwood am Start. Vorgefahren mit ihrem Mega-SUV (das ist auch mal gar nicht auffällig ^^) lösen sie mysteriöse Fälle um Hoix, Weevils, Fairys, Arcateenians, Abaddons und weiteren mordlustigen Aliens.

In der ersten Staffel werden vor allem die einzelnen Schwächen der Team-Mitglieder aufgezeigt:

Gwenn wächst immer mehr in die Gruppe hinein, wird aber unterdessen immer verschwiegener ihrem Freund Rhys gegenüber. Die Beziehung kommt ins Wanken, nicht zuletzt, weil Gwenn eine kurze Affäre mit Owen beginnt.
Jack ist unterdessen derjenige der immer versucht, so viele Menschen wie möglich zu retten –auch wenn das manchmal den Verlust eines Einzelnen mit sich bringt. Er ist die Kraft, die die Gruppe zusammenhält und führt – auch wenn er manchmal innerlich am allermeisten Führung nötig hätte.
Toshiko ist heimlich verliebt in Owen, der sie keines Blickes würdigt. So verliert sie sich immer wieder an Personen, die ihr nicht unbedingt gut tun.
Ianto ist eigentlich ein erfahrener Ermittler, wird aber von Jack klein gehalten. Jack sieht aber dennoch mehr in ihm, so haben auch die beiden eine heimliche Beziehung miteinander. Vielleicht will Jack ihn also nur schützen, indem er ihn nicht unentwegt Gefahren aussetzt. Doch Ianto hängt zeitgleich noch zu sehr an einer früheren Liebe, die er weder psychisch noch physisch vergessen kann.
Owen ist ein Draufgänger, der alles mitnimmt, was nicht bei 3 auf dem Baum ist – vorausgesetzt allerdings es ist weiblich. Doch reicht ihm das wirklich ?

Schauspieler |

Captain Jack Harkness – John Barrowman
Gwenn Cooper – Eve Myles
Dr. Owen Harper – Burn Gorman
Toshiko Sako – Naoko Mori
Ianto Jones – Gareth David-Lloyd
Rhys Williams – Kay Owen
Regie: Russel T. Davies
Musik: Murray Gold

Fazit |

Torchwood an sich als Spin-Off zu Doctor Who kann ja nur toll sein. Captain Jack ist natürlich auch fantastisch, wenn auch nicht immer so polarisierend wie in den Doctor Who Folgen. Gwenn ist auf Dauer etwas nervig. Mal abgesehen von ihrer komischen Zahnlücke ist sie durchweg vorlaut und trotzdem mega naiv. Auch sind die anderen Charaktere leider etwas schwach ausgefallen, was die ganze Serie eher mittelmäßig macht. Ansatzweise sind mal ein paar gute Aliens zu sehen, aber meistens sind auch die Storys eher … naja … nicht gerade Doctor Who like.

In einem Satz: Wer den Doctor liebt, der wird Torchwood mögen…

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