Serienkritik: Mad Dogs | Staffel 1 (2011)

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Ihr habt sicherlich schon gemerkt, daß ich zur Zeit sehr in der britischen BBC-Serienwelt „fest stecke“. Neben Doctor Who, Torchwood, Sherlock, Life on Mars und weiteren UK-Serien habe ich nun auch endlich die Kurzserie Mad Dogs ergattert und in rasantem Thema angesehen. Zugegeben, die ganze Serie hat nur 14 Folgen, aber die wollen auch erstmal angesehen werden.
Vorab gleich ein Satz zur Serie, bevor ich meine eigene Kritik äußere: Die Serie ist sau cool !!!! :-)

Story Mad Dogs | Staffel 1

Baxter, Woody, Quinn und Rick sind vier Freunde um die 40, die sich bereits seit der Schulzeit kennen. Gemeinsam reisen sie ein Wochenende nach Mallorca um den fünften Freund im Bunde, Alvo, zu besuchen. Alvo ist sehr erfolgreich als Immobilienmarkler auf Mallorca unterwegs und kann inzwischen eine große Finca mit Pool und allem drum und dran sein Eignen nennen. Die vier anderen Jungs hatten eher weniger viel Glück in ihrem Leben:

Baxter hat Jura studiert und ist/war Anwalt. Er hat eine Scheidung hinter sich und zusammen mit seiner Exfrau zwei Töchter. Aktuell arbeitet er als Antiquitätenhändler – wie er selbst sagt, ist aber immer mehr als knapp bei Kasse.
Woody hatte es nach der Schulzeit nicht besonders leicht. Er ist dem Alkohol verfallen und lange gekämpft um endlich trocken zu werden. 3 Monate vor der Reise hat er eine Frau kennengelernt, mit der er es endlich versuchen möchte.
Quinn ist ebenfalls geschieden und hat 2 Kinder. Insgeheim ist er schon immer in Rick’s Frau verliebt, zwischen den beiden lief aber nie etwas. Dennoch treffen sie sich immer wieder hinter Rick’s Rücken. Er hat zwar ein bodenständiges Leben, aber außer seinem Vater und den Kindern nicht viel, was ihn an seinem alltäglichen Leben hält.
Rick ist Finanzbuchhalter – kein Buchhalter – der es gerne mal hinter dem Rücken seiner Frau krachen lässt. Er hat zwar eine große Klappe, aber wenn es drauf an kommt kann er auch mal ganz schön fies sein.

Mad Dogs Staffel 1
Mad Dogs Staffel 1 – DVD

Gerade angekommen auf Mallorca werden die Vier von Alvo herzlich willkommen und fallen einerseit von einer Party in die nächste, andererseits werden sie von Alvo ständig vorgeführt und darauf hingewiesen, daß sie nicht wirklich viel aus ihrem Leben gemacht haben und nicht glücklich zu sein scheinen… bis Alvo vorschlägt eine Tour mit einer kleinen Yacht zu machen. Daß diese weder ihm gehört, noch der Besitzer von dieser Spritztour Bescheid weiß erfahren die vier Freunde erst später. Es hat den Anschein, daß Alvo in irgendwelche krummen Drogengeschäfte verwickelt ist – was sich spätestens dann bestätigt, als ein kleiner Mann mit einer Tony Blair Maske hereinkommt und Alvo vor den Augen seiner Freunde in den Kopf schießt.
Hier beginnt eine richtige Tortour für die Jungs, die sich plötzlich mit einer Leiche, Drogendealern und der Polizei konfrontiert sehen. Dabei gerät die Situation immer wieder aus dem Ruder, was die Freunde nur immer weiter in den Sumpf des „Pechs“ hineinzieht.

!!!!! SPOILERALARM !!!!!

Die Freunde versuchen das Boot, daß sie zusammen mit Alvo entwendet hatten wieder an den ursprünglichen Ort zurück zu bringen, doch in dieser Zeit taucht eine Bande von Drogendealer auf, die dort einen Deal abhandeln. Die Drogen sind an Board, und die Dealer lassen unseren unbeteiligten Engländern 3 Millionen Euro in Bar da. Nun sind sie erst richtig in der Sch****. Der Besitzer des Geldes will dieses wieder haben und hetzt den vier Freunden erneut den Killer auf den Hals, wie auch die hübsche und korrupte Polizistin Mary.
Quinn, Rick, Baxter und Woody wollen nur so schnell wie möglich alle Spuren beseitigen und die Insel verlassen, reiten sich dadurch allerdings nur immer weiter in den korrupten Drogensumpf hinein. Zudem wird das Geld zu einer immer größeren Versuchung – können sie doch mit 3 Millionen Euro sich jeweils ein neues und zufriedeneres Leben aufbauen.
Letztendlich – eingekesselt in Alvo’s Villa von Gangstern und korrupten Polizisten – eskaliert die Situation. Die Freunde wissen sich aber zu helfen und verlassen nach einem Blutbad Mallorca in Richtung Barcelona – oder doch nicht ?

Schauspieler |

Baxter – John Simm (Life on Mars, Doctor Who)
Woody – Max Beesley (Glitter, Suits)
Quinn – Philip Glenister (Life on Mars, Ashes to Ashes)
Rick – Marc Warren (Wanted, Good Wife)
Alvo – Ben Chaplin (Der Schmale Grad, das Bildnis des Dorian Gray)

Mein Fazit |

Ich stehe zur Zeit ja total auf britische BBC Produktionen – gerade auch mit den Schauspielern John Simm (der Master in Doctor Who) oder Philip Glenister (DCI Gene Hunt in Life on Mars und Ashes to Ashes). So MUSSTE ich diese Serie natürlich unbedingt meiner Sammlung hinzufügen. Und das hat sich auch sehr gelohnt !
Nun aber zur Kritik an der 1. Staffel von Mad Dogs: Die Charaktere werden in der 1. Staffel sehr gut vorgestellt und man lernt gleich mal die verschiedenen Fassetten der Personen kennen. So ist Baxter zum Beispiel schon recht Geld besessen, Rick hingegen ist total egoistisch und verlangt wenn es darauf ankommt die Hilfe seiner Freunde. Woody hat in seinem Leben schon viel durchgemacht und wird zunehmend vernünftiger, ist aber voll da wenn es sein muss. Quinn ist von seinem Leben ziemlich gelangweilt und findet, daß ihm das große Glück (z.B. eine Beziehung mit Rick’s Frau) verwehrt blieb. Er will aber mehr vom Leben haben und ist auch bereit alles hinter sich zu lassen.
Daß die vier Jungs in diese Situation geraten ist ganz klar Alvo’s Schuld. Daß sie aber immer weiter hinein sinken in den Sumpf – das kann man durchaus auf echte Blödheit der Männer schieben. Manchmal treffen sie wirklich sowas von bescheuerte Entscheidungen, daß man als Zuschauer nur noch den Kopf schütteln und am Ende drüber lachen kann. :-)
Dennoch ist es keine Komödie sondern eher ein Drama – was kann alles passieren und was macht das Schicksal aus ganz normalen Menschen…

Mad Dogs ist durch und durch absolut gelungen, teilweise witzig und auch sehr dramatisch – mit unter auch mal blutig. Absolut sehenswert und macht total Lust auf Staffel 2 !

 

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