NCIS „Berlin“ – wie sehen die Amis die Deutschen ?

Am Sonntag Abend durften wir NCIS Fans über eine neue Folge aus der 10. Staffel freuen. Der Name der Folge sagt schon, wohin es für die Ermittler geht: Berlin.
Ziva und Tony reisen nach Berlin, weil sie dort den Mörder von Mossad Chef Eli David und Director-Frau Jacky Vans vermuten.

Lange Rede, kurzer Sinn – sicherlich habt ihr alle die Folge gesehen. Deshalb spare ich mir den Inhalt an sich hier nochmal wieder zu geben. Was mir aber extrem aufgefallen ist und was ich unbedingt sagen will ist:

Wie stellen sich die Amis eigentlich die Deutschen vor ???

 

Unser Bild von Berlin |

Wenn ich – aus Bayernm kommend – an Berlin denke, dann sehe ich das Brandenburger Tor, das Kanzleramt, den Alexander-Platz, kleine Künstler-Cafes usw. Da sind Leute die in coolen und schrillen Outfits durch die Gegend laufen, genauso wie einige im Anzug. Die Sprache der Leute dort ist gemischt, aber meist hört man doch das typischen Berlinerisch „icke“.

 

Das Bild von Berlin bei NCIS |

In der Folge „Berlin“ kauft sich Tony erstmal eine Lederhose. Dann sitzen die beiden mit Zivas Kontaktmann in einem Straßencafe und werden von einer Dame im Dirndl bedient. Tony bekommt eine Maß Bier und im Hintergrund läuft bayrische Volksmusik. (Und noch eine kleine Anmerkung: im Hintergrund sieht man eine roten Beetle – allerdings die Amerikanische Version und nicht die Deutsche *g*)

 

So – und wer erkennt nun den „Fehler“ ?!  *g*

 

6 thoughts on “NCIS „Berlin“ – wie sehen die Amis die Deutschen ?”

  1. Falls ihr das auch noch gesehen habt die ubahn ansage war völlig falsch und als sich im Caffè waren ist ein amerikanischer LiniEinbußen vorbeigefahren mit deren Kennzeichen und Passagieren drinnen.

  2. Ergänzung:
    Ich hätte die Episode ganz lustig gefunden, wenn es eine Parodie gewesen wäre. Dass man diese unerträglichen Klischees aber tatsächlich ernsthaft dazu benutzte, Deutschland darzustellen, ist mehr als armselig. Die hätten die Handlung besser in München spielen lassen. Aber Berlin? Diese Episode ist ein Armutszeugnis für die Autoren.

  3. Hallo Rüdiger!

    Conny geht es ganz bestimmt nicht darum, ob es in Berlin ein bayrisches Restaurant gibt oder Maßkrüge, sondern dass in der Episode mal wieder das angeblich ‚deutsche‘ allenfalls als überholtes bayrisches Klischee gezeigt wurde: Lederhose – Maßkrug – Dirndl – Volksmusik. So etwas mag es zwar auch in Berlin geben, aber nur als Sonder- bzw. Ausnahmefall. Abgesehen davon, dass Einheimische wie Touristen in Berlin das Bier gewöhnlich aus normalen Gläsern trinken, nicht aus großen Maßkrügen wie Saufziegen auf dem Münchner Oktoberfest.

    Dazu kommt noch, dass die angeblich hochintelligente Forensikerin Abby „Spätzle“ kocht und Volksmusik abspielt und sagt „wie in Berlin“. Wer so smart wie Abby ist, sollte etwas mehr auf dem Kasten haben als altbackene und überholte Klischees. Abby wurde damit von den Autoren eher als dümmlich und unwissend dargestellt, also weit weg von ‚hochintelligent‘. Es mag zwar durchaus auch in Berlin Leute geben, die Spätzle essen (das tue sogar ich), doch ein typisches Berliner Essen ist das nicht. Denn Spätzle sind eher in Schwaben beheimatet, nicht in Berlin (auch wenn sie bundesweit erhältlich sind, sogar hier in Niedersachsen). Und in Berlin hört man eher Drehorgel oder Techno oder Punk – aber Volksmusik? Wohl kaum!

    Hier wurde wieder gezeigt, wie einfältig Amerikaner sind und wie wenig sie über Deutschland wissen. Die kennen offenbar nicht einmal die Bundesländer – ‚deutsch‘ wird von ihnen ausschließlich mit ‚bayrisch‘ gleichgesetzt. Behaupten wir im umgekehrten Falle etwa auch, Amerikaner, die mit großen texanischen Stetsons rumrennen und riesige Steaks essen, stünden für das typische New York oder San Francisco?

    Abby hätte besser Currywurst mit Pommes oder ein paar Kartoffelpuffer mit Apfelmus zubereitet. Und Tony hätte besser ein Bier im 0,2-l-Glas oder ersatzweise ein Glas Wein getrunken. Und als Souvenir für Timothy hätte Tony besser einen Berliner Bären oder einen Berliner Bildband gekauft, aber keinesfalls eine Lederhose.

    Für mich eine der am schlechtesten recherchierten Folgen der Serie. Hätte man nur halb so viel Mühe aufgebracht wie für die Drehorte Mexico oder Israel, hätte sie besser abgeschnitten. So bleibt der Eindruck, dass Amerikaner ungebildet sind und nur Klischees kennen. Als ob es keine Amis gäbe, die kulturell etwas erfahrener sind. Traurig und schade. :(

  4. Liebe Conny!

    In dem sogenannten „Straßencafé“, welches in Wirklichkeit ein
    Restaurant ist, aßen meine Frau und ich heute Mittag.
    Es heißt „Augustiner am Gendarmenmarkt“, Charlottenstr. 55,
    Berlin.
    Dort gibt es leckere bayerische Gerichte, Bedienung läuft in bay. Tracht herum und im Hintergrund ertönt bay. Musik.

    Vor zwei Jahren waren wir erstmals in dem Lokal.
    Danach sahen wir die „Berlin“-Folge und uns kam gleich das Lokal bekannt vor.

    Was für ein Zufall, dass sich die Macher von Navy CIS dieses Lokal als Vorbild nahmen!
    In Wahrheit vermutlich nicht in Berlin, sondern in Amerika gedreht.

    Du siehst aber, dass es ein bay. Lokal in Berlin gibt.

    So, Morgen geht’s wieder heim nach Frankfurt am Main.
    Die Woche Berlin ging mal wieder viel zu schnell vorbei.

    Viele Liebe Grüße
    Sendet Dir

    Rüdiger

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