Filmkritik: Machine Gun Preacher (2011) mit Gerard Butler | FSK 16

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Ein Film nach einer wahren Begebenheit: „Hoffnung ist die stärkste aller Waffen„.

Story |

Sam Childers ist ein Biker und Drogendealer, der gerade wieder aus dem Knast kommt. Schnell ist er wieder in seinem alten Leben mit Alkohol, Drogen und Gewalt – obwohl seine Frau und seine Tochter in der Zwischenzeit zu Gott gefunden haben. Als Sam einen Tramper ersticht (zumindest denkt er, daß dieser tot ist) bricht er zusammen und bittet seine Frau um Hilfe. Sie nimmt ihn mit in ihre Gemeinde und in die Kirche, wo er seine ganz persönliche Erlösung findet. Sein Leben dreht sich komplett und er baut sich eine Baufirma auf und kann sich für seine Familie sogar ein großes Haus leisten.
Eines Tages ist während der Messe ein Priester aus Ostafrika als Gastredner da, der der Gemeinde erzählt, wie die Situation dort ist. Sam ist davon so angetan, daß er selbst in den Sudan reist und dort bei diversen Bauprojekten mithilft. Das Leid und das Elend – vor allem der Kinder dort – nimmt ihn so mit, daß er von nun an sein Leben der Hilfe für die Kriegskinder verschreibt. Dort trifft er allerdings nicht nur auf Zuspruch sondern auch auf das ein oder andere (blutige) Problem mit den Radikalen in Afrika. Doch Sam Childers gibt nicht auf…

Machine Gun Preacher
Machine Gun Preacher

Schauspieler |

Sam Childers – Gerard Butler (300, Olympus has fallen)
Lynn Childers – Michelle Monaghan (Stichtag, Gone Baby Gone)
Deng – Souleymane Sy Savane (Goodbye Solo, The Day of my Wedding)
Donnie _ Michael Shannon (Man of Steel, The Iceman)
Regie: Marc Forster

Auszeichnungen |

nominiert für den Golden Globe

meine Kritik |

Wer „die nackte Wahrheit“ mag, der wird hier sicherlich enttäuscht sein. Gerard Butler ist hier in einer emotional sehr schwierigen und ergreifenden Rolle zu sehen. Sam Childers ist ein sehr direkter und gern mal gewaltbereiter Mensch. Erst setzt er sich als Drogendealer knallhart durch. Danach tut er alles für die Kinder in Afrika, die keine Hoffnung mehr haben. Die Arbeit dort verändert ihn so sehr, daß er am Ende so gut wie alles aufgibt für seine Missionars-Arbeit. Einerseits erschreckend, wie gewaltverherrlichend dies geschieht – andererseits sehr bewundernswert wie er sich für die Kinder und Opfer einsetzt.
Sam Childers gibt es übrigens wirklich. Machine Gun Preacher ist sozusagen eine Art verfilmte Biographie. Sam und seine Frau haben das Kinderdorf „Angels of East Africa“ in Nimule gegründet und versorgen dort hunderte von Kindern.
Wer von dem Film einen klassischen Hollywood-Streifen mit Gerard Butler erwartet – sorry, bitte abschalten. Wer aber eine bewegenden Story, die vielleicht den ein oder anderen zum Nachdenken anregt sehen möchte, der wird hier einen guten Film finden.

 

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