Filmkritik: Die Verurteilten (1994) mit Tim Robbins | FSK 12

Bewertung: ©©©©©©©©©©

Ich habe nun endlich angefangen die besten Filme der IMDb, die ich bisher noch nicht gesehen habe, mir zu besorgen und anzusehen. Die unangefochtene Nr. 1 in der besten Liste dort ist „Die Verurteilten“ (org.: The Shawshank Redemption). Nun endlich habe auch ich mir den Film auf Blu-Ray mit 5.1 DTS HD geholt und gestern angesehen. Und eins kann ich vorweg schon sagen: der Film lohnt sich !!!

Story |

Der junge Bänker Andy Dufresne wird für den Mord an seiner Frau und ihrem Geliebten – einem Golflehrer – verurteilt und in das Gefängnis Shawshank geschickt. Auch wenn er immer seine Unschuld beteuerte bekommt er zwei mal Lebenslänglich. Andy muss schnell feststellen, daß der Gefängnis-Alltag alles andere als ein Zuckerschlecken ist. Dabei sind die „Schwestern“, die ihn ständig angreifen und schänden, nur eine Seite. Auch der Direktor Norton und seine teilweise sehr gewaltbereiten Wärter machen ihm das Leben nicht gerade einfach. Nach einiger Zeit freundet sich Andy dann mit dem seit bereits über 20 Jahre einsitzenden Red an. Die beiden werden gute Freunde und bauen nach und nach in dem Gefängnis eine Bibliothek für die Gefangenen aus. Außerdem wird Andy immer wieder von den Wärtern und vor allem vom Direktor heran gezogen um deren Geldgeschäfte zu regeln.

Doch eines Tages kommt der junge Tommy nach Shawshank. Tommy wird von Andy unter die Fittiche genommen und schafft sogar seinen Highschool Abschluss. Dann erzählt dieser eine fast unglaubliche Geschichte. In dem Gefängnis, in dem er zuvor saß hat ein Insasse mit dem Mord an Andys Frau und deren Liebhaber geprahlt. Andy sieht seine Chance und geht zum Direktor, der allerdings seinen „Buchmacher“ flöten gehen sieht. Kurzerhand erledigt der Direktor Tommy und Andy verfällt in tiefe Verzweiflung – bis er beschließt sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Blu-Ray - die Verurteilten
Die Verurteilten

Schauspieler |

Andy Dufresne – Tim Robbins (Krieg der Welten, Mystic River)
Red – Morgan Freeman (Sieben, The Dark Knight)
Warden Norton – Bob Gunton (Argo, Demolition Man)
Heywood – William Sadler (The Green Mile, Iron Man 3)
Tommy – Gil Bellows (The Weather Man, Ally McBeal)
Brooks Hatlen – James Whitmore (Planet der Affen, Asphalt-Dschungel)
Regie: Frank Darabont

Auszeichnungen |

nominiert für 7 Oscars
ASC Award – Outstanding Achievement in Cinematography in Theatrical Releases
Award of the Japanese Academy – Best Foreign Film
Bronze Frog – Roger Deakins
Chlotrudis Award – Best Actor Morgan Freeman)
Studio Crystal Heart Award – Frank Darabont
Hochi Film Award – Best Foreign Language Film
Humanitas Prize – Feature Film Category
Kinema Junpo Award – Best Foreign Language Film
Readers‘ Choice Award – Best Foreign Language Film
Mainichi Film Concours – Best Foreign Language Film
NBR Award – Top Ten Films
OFTA Film Hall of Fame – Motion Picture
Literary Award – Screenplay
USC Scripter Award – Stephen King, Frank Darabont

meine Kritik |

Ich kannte den Film bis zur Auswertung der Top 250 der IMDb nicht. Jetzt frage ich mich: wieso nicht ? Eigentlich bin ich kein Fan von Gefängnis Filmen. Stephen King – der die Story zum Film geliefert hat – ist jetzt auch nicht unbedingt mein Lieblingsautor. Dennoch habe ich mir den Film geholt und angesehen. 143 Minuten Spiellänge gibt die Rückseite der Blu-Ray Hülle an. Nun gut, der Sonntag war jetzt wettertechnisch eh nicht prickelnd – also rein mit der Scheibe…

In den ersten 5 Minuten war ich recht skeptisch. Doch je länger der Film lief, desto gefesselter wurde ich von ihm. Dieser Film erzählt die Geschichte eines Mannes, dem das Leben sehr übel mitgespielt hat und er dennoch versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen. Der Film kommt ohne große Action oder Gewaltszenen aus. Die braucht der Film auch überhaupt nicht. Der eher ruhige Filmverlauf macht den Film erst richtig packend und fesselnd. Tim Robbins und Morgan Freeman sind wirklich grandios und absolut überzeugend in ihren Rollen.

Über das Ende möchte ich jetzt nicht zu viel verraten, aber soviel dazu: endlich mal ein ehrliches Happy End, das ohne Schnulz, große Liebe oder sonstigem auskommt – sondern einfach nur ehrlich ! Wer also den Film bisher auch noch nicht gesehen hat, der sollte das bald nachholen. Es lohnt sich wirklich – auch wenn man eigentlich so eine Art von Filmen nicht mag.

 

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