Der Gymondo Kundenservice auf dem (ungewollten) Prüfstand

Im April hatte ich euch von dem Online Trainingsprogramm Gymondo berichtet. Ich hatte die Trainingsangebote, sowie die Kosten und den Nutzen unter die Lupe genommen und das Training damals als effektiv beurteilt. Dies würde ich auch heute noch tun – wäre da nicht mein Kontakt mit dem Kundenservice von Gymondo.

Aber erstmal von Anfang an…

Die Ausgangssituation |

Ich hatte früher meine E-Mail Adressen alle bei Arcor. Vor ca. 3 Jahren habe ich mir dann eine neue Outlook-Mail eingerichtet, die zu meiner Standard-Email-Adresse wurde. Ich hatte mich zwar bemüht soweit wie möglich alles auf die neue Adresse zu ändern – Facebook ist mir allerdings irgendwie durchgerutscht. :-)
Nun hat Ende des letzten Jahres Arcor meine E-Mail Adressen gelöscht, da sie zu lange inaktiv waren…

Nun wollte ich mich vor ca. 2 Wochen endlich mal wieder bei Gymondo anmelden und mein aktuelles Lauftraining mit Funktionstraining von dort unterstützen. Meinen Gymondo-Account hatte ich damals mit meinem Facebook-Account verknüpft (was ich eigentlich nie tue, keine Ahnung, was mit da geritten hatte :-)).
Am ersten PC lies er mich nicht rein. Notebook versucht – geht nicht. Am Fire TV Stick versucht – nur Basis Mitglied ohne Zugriff auf sämtliche Trainings etc. Ein direkter Login mit Eingabe der alten E-Mail Adresse und des Facebook Passwortes scheiterte auch.
Zusätzlich habe ich auch meine Zahlungen überprüft – es könnte ja auch da was schief gegangen sein. Aber auch da, ordnungsgemäß Ende Dezember für das 1. Quartal 2018 bezahlt.

Mein Hilfegesuch an Gymondo |

Hier möchte ich euch gern den E-Mail Kontakt chronologisch aufzeigen, weil das Ganze in eigene Worte zu fassen  mir da wirklich schwer fällt. :-)

22.01.2018 E-Mail von mir:
Info, dass Account auf Gratis Mitglied umgestellt ist obwohl Zahlung erfolgte (da war mir noch nicht bewusst, dass es an der Facebook E-Mail Adresse liegt, die ich wohl vergessen hatte zu Wechseln, nachdem es Arcor nicht mehr gab).

23.01.2018 E-Mail von Gymondo Kundenservice:
registrierte E-Mail Adresse: ….@arcor.de. Nur mit dieser kann man sich anmelden.

25.01.2018 E-Mail von mir:
(Jetzt war mir klar, dass es an der bei Facebook hinterlegten E-Mail Adresse liegt.)
Info an Gymondo, dass es die E-Mail Adresse nicht mehr gibt und ich auch keinen Zugriff mehr darauf habe. Somit hat sich auch bei Facebook die E-Mail Adresse geändert, ist aber immer noch der gleiche Facebook Account. Frage, was wir tun können.

25.01.2018 E-Mail von Gymondo Kundenservice:
Änderung der E-Mailadresse nur möglich, wenn ich eine E-Mail von der damaligen E-Mail Adresse aus schicken (also von arcor.de, die nicht mehr existiert). Wenn das nicht geht soll ich die Vorder- und Rückseite meines Personalausweises per E-Mail schicken (:-O). Hier der O-Ton aus der E-Mail:

Um Deine E-Mailadresse für Dich ändern zu können, benötigen wir eine E-Mail von Deiner bei uns registrierten E-Mailadresse.

Sollte es Dir nicht möglich sein uns über diese E-Mailadresse zu kontaktieren, sende uns bitte eine beidseitige Farbkopie Deines Personalausweises zur Verifizierung.

Bitte habe Verständnis, dass wir aus Gründen des Datenschutzes und der Rechtsprechung keine andere Möglichkeit haben Deine hinterlegte E-Mail-Adresse zu ändern.

-> Anmerkung von mir: Aus Gründen des Datenschutzes soll ich meine Ausweisdaten per unverschlüsselter E-Mail an irgendeinen Kundenbetreuer bei Gymondo schicken !?!?!? Achso… klar.. Datenschutz und so ^^

26.01.2018 E-Mail von mir:
Info, dass ich nicht bereit bin diese Daten per E-Mail zu schicken. Sie sollten doch bitte meine E-Mail Adresse der PayPal Zahlungen vergleichen mit der in diesen Mails verwendeten E-Mail Adresse (sowie auch der hinterlegten Postadresse). Meine Zahlungen gehen von je her immer von der neuen E-Mail Adresse aus.
Weiter darum gebeten, dass die eben über diese Weise meine Identität verifizieren und die E-Mail Adresse in meinem Account anpassen sollen. Ein neues Passwort würde ich dann einfach über die Funktion „Passwort vergessen“ abrufen.

26.01.2018 E-Mail von Gymondo Kundenservice:
Hier werde ich euch einfach die E-Mail kopieren, das kann man nicht beschreiben:

Hallo Cornelia,sofern Du den Ausweis nicht zusenden möchtest, bleibt nur die persönliche Vorlage bei uns im Büro.Sportliche Grüße Markus
GYMONDO

-> da fehlen mir die Worte….

26.01.2018 meine E-Mail an Gymondo (Paypal@gym…) (nachdem ich in PayPal erstmal die Zustimmung für weitere Zahlungen entzogen habe):
Info, dass ich das Abo kündige, da ein Wechsel der E-Mail Adresse nicht möglich ist und ich nur unverständliche Lösungsvorschläge erhalte. Die Verifizierung der Daten sollte über die PayPal Daten absolut möglich sein – zumal in PayPal von Anfang an die neue E-Mail Adresse hinterlegt war (es hat sich ja auch tatsächlich nur die Domain hinten geändert, ansonsten ist sogar die E-Mail Adresse identisch…).
Darum gebeten, dass mein Kundenkonto geschlossen wird und ich eine schriftliche Bestätigung erhalte.
Dann habe ich noch einen Screenshot der letzten PayPal Zahlung angehängt, damit die meine Zahlungen auch gleich zuordnen können. Die E-Mail habe ich dann noch mit der Funktion „Lesebestätigung anfordern“ ausgestattet.

Aktueller Stand |

Nun, heute ist der 01.02.2018. Es ist inzwischen fast eine Woche vergangen. Ich habe weder die Lesebestätigung noch eine Antwort von Gymondo erhalten (ja, den Spam-Ordner habe ich auch überprüft ^^). Ich habe also Geld für etwas bezahlt, was ich nicht nutzen kann und bei der Findung einer Lösung ich keine wirkliche Antwort erhalte. Ich werde nun noch einen Tag warten und Morgen einen entsprechenden Brief aufsetzen und diesen via Einschreiben zusammen mit den sämtlichen E-Mails in ausgedruckter Form an Gymondo senden. Ich zahle also nochmal Geld, damit ich den Account kündigen kann, den ich bereits bezahlt habe aber nicht nutzen kann.

meine fitnessgeräte
Bleib ich eben bei meinen Fitnessgeräten…


Mein Fazit |

Leider ist es nur zu häufig so, dass das Angebot von Firmen immer verlockend ist und auch alles gut funktioniert – bis das erste Problem auftritt und man Unterstützung braucht. Kundenservice bei den meisten Firmen heißt „kümmer dich selber drum“… Alles schon erlebt z.B. bei der Telekom, vor kurzem bei EMP etc.
Mir kam es bei der Kommunikation mit Gymondo so vor, als würde ich mit einem Praktikanten oder Auszubildenden schreiben, der gar kein Interesse daran hat mir zu helfen, sondern einfach seinen Standardtext runter leiert (-> wie gesagt, mein ganz persönlicher Eindruck !).

Hattet ihr auch schon Probleme mit dem Kundenservice bei Gymondo oder vielleicht bei einem anderen Unternehmen ? Berichtet doch eure Storys in den Kommentaren !

Ich bin sehr gespannt, wie es euch so ergeht in der Welt des Kundenservices.

7 thoughts on “Der Gymondo Kundenservice auf dem (ungewollten) Prüfstand”

  1. Hallo zusammen :)

    Puh, bin ich erleichtert, offenbar hab nicht nur ich Probleme mit dem sportlichen Markus.
    Ich hab vor ein paar Wochen (am 7.6.) eine sechsmonatige Mitgliedschaft geschlossen, weil ich (Asche auf mein Haupt) die Zahlungsmodalitäten falsch verstanden hatte – ich dachte, ich könne auch einen monatlichen Beitrag zahlen. Also dafür gesorgt, dass die erforderlichen zehn Euro aufm Konto waren, und dann etwas über eine Woche später eine Email erhalten, man habe den Betrag für das halbe Jahr nicht abbuchen können. Daraufhin hab ich mich da gemeldet und mein Problem geschildert. Dabei habe ich auch darauf hingewiesen, dass ich eine monatliche Zahlung angenommen hatte und der Vertrag und den tatsächlichen Umständen nicht zustande gekommen wäre. Später am gleichen Tag, als mir auffiel, dass ich die Mitgliedschaft genau 14 Tage vorher abgeschlossen hatte, meinen Widerruf erklärt. Ob die Widerrufsfrist mit Beginn der kostenlosen Probewoche anfängt oder nicht, wusste ich nicht, aber selbst wenn, war ich noch im Bereich der Frist – am 21.Juni.
    Am nächsten Tag dann die Antwort, man werde das nun in drei Tagen noch einmal einziehen und danach könne ich ja immer noch widerrufen, man würde mir das Geld dann zurückerstatten. Nach einigem Hin und Her wurde mir erklärt, dass man ja auch bei erfolgtem Widerruf den Betrag von mir bekäme, den die Rücklastschrift verursacht habe – nun gut. Ich bot an, diesen Betrag einfach so zu überweisen, da ich ja den Vertrag widerrufen hatte und ein Anspruch auf die Mitgliedskosten nicht mehr bestand. Daraufhin hieß es, das sei ein zu großer Aufwand, und ich könne zwar jetzt widerrufen, aber dann bekäme ich mein Geld nicht wieder – ich könnte zwar die Gebühr vielleicht (!) so überweisen, aber man müsse dafür extra einen Buchhalter abstellen, so dass mich das fast soviel kosten würde wie die Mitgliedsgebühr selbst. Ich willigte dann irgendwann zähneknirschend ein – sie hättens eh eingezogen – und meldete mich am Dienstag, ob alles glattgegangen sein. Auf positive Rückmeldung von Gymondo schrieb ich dann nochmal zurück und bat darum, mir dann nun bitte meinen Widerruf zu bestätigen. Auf diese Mail erhielt ich bis jetzt keine Antwort, auch auf wiederholte Bitte nicht. Eine Email, die ich versehentlich von meiner anderen Emailadresse aus schickte, wurde dagegen zeitnah beantwortet – man habe mich nicht im System finden können (macht ja auch Sinn) und ich könne meine Kündigung auch gern auf der Seite selbst durchführen (Kündigung!?)
    Und jetzt sitze ich hier und ärgere mich. Ich hab ja dem erneuten Einzug nur unter der Prämisse zugestimmt, dass das verrechnet wird und man mir den Restbetrag zurücküberweist. Das und alles andere geht auch aus dem Emailverlauf hervor. Ich weiß echt nicht, was ich da gerade noch machen soll, außer warten und hoffen o.O
    Viele liebe Grüße,
    Anna

    1. Es ist so verrückt, wie oft ich von solchen Problemen höre. Die sind einfach nur unprofessionell und kundenunfreundlich. Dass die sich das heutzutage überhaupt noch leisten können wundert mich… Und jede Firma hat jemanden, der die Kontoauszüge prüft. Deine Überweisung wäre also sicherlich kein Problem gewesen. Wenn du kein Geld bekommst schick einen bösen Brief per Einschreiben inkl. E-Mail Verlauf hin. Das hat bei mir geholfen, dass irgendwann die Kündigung funktioniert hat – habe allerdings auch nie eine Bestätigung dafür erhalten…. VG Conny

  2. Ich bin auch froh dass hier zu lesen bzgl. Gymondo Kundenservice. Ich glaube dieser Markus der auch mir sportliche Grüsse geschickt hat und mein Email Problem nicht lösen wollte ist eine Maschine mit automatischen sinnlosen Antworten. (Ich hatte einfach nur einen falschen Buchstaben in der Registrierung und schrieb den Service mit der richtigen Email an, die praktisch identisch war bis eben auf den falschen Buchstaben…).Antwort vom sportlichen Markus war ich solle ihn mit der falsch registrierten Email anschreiben…..wow geht ja nicht wenn es die nicht gibt….Oder eben meinen Personalausweis kopieren und zusenden. Klar. Nach der zweiten Mail mit wieder sinnfreier Antwort habe ich sofort gekündigt. War zum Glück noch die Probewoche und PayPal wurde noch nicht abgebucht. Kündigung am Bildschirm habe ich abfotografiert weil es ja hieß….wir senden dir die Kündigungsbestätigung an deine registrierte Email Adresse…..sehr witzig. Hoffe da kommt nix mehr blödes. Anmelden tue ich mich nicht mehr nachdem ich das hier gelesen habe.

    1. HI Sonja,
      erschreckend – wirklich JEDEM geht es so !! Habe inzwischen von so vielen Leute gehört, die so viele Probleme mit Gymondo haben. Das ist gerade in der heutigen Zeit (ich denke da mal an Datenschutz bzgl. Perso…) echt nicht „normal“. Zum Glück bist du nochmal dran vorbei gekommen nach der Probewoche !
      VG Conny

  3. Hallo zusammen.
    Als ich den Bericht oben las war ich sehr erstaunt, das dies nicht nur mir passiert. Ich habe mit Gymondo exakt das selbe Problem. Kann mich nicht mehr einloggen weil meine Email Adresse sich geändert hat. eBzahlt ist der Beitrag für das ganze Jahr.Nach dem Bericht oben habe Ich keine Hoffnung mehr. Ich finde es eine Schweinerei was Gymondo von seinen Kunden verlangt. Das ist diletantisch, äußerst unprofessionell. Ich habe mein laufendes Abo aus Ärger gekündigt. :( Leider weiß man vor Abschluss nicht was einen erwartet. :(

    1. HI Evelyn,
      es ist wirklich erschreckend – ich habe inzwischen auch schon von mehreren gehört, die dieses Problem haben. Ich habe dann einen Brief per Einschreiben geschickt mit meiner Kündigung. Daraufhin erhielt ich eine E-Mail, dass die von mir bei Gymondo hinterlegte E-Mail Adresse dort nicht angegeben ist. Also hab ich den Brief nochmal ausgedruckt, das Datum durchgestrichen und alle meine möglichsten E-Mail Adressen (auch die deaktivierten) drauf gekritzelt. Das habe ich als normalen Brief geschickt und gar keine Antwort bekommen. Also habe ich nochmal alles ausgedruckt, draufgekritzelt und erneut per Einschreiben weg. Auch dazu noch keine Reaktion. Mein Abo läuft noch bis 31.03.18. Die PayPal Abo Zahlungen habe ich zwischenzeitlich sofort gestoppt. Geld fließt dort also schon mal keins mehr hin.
      Dennoch bin ich gespannt, ob bzw. was für ein Nachspiel da noch kommen wird und mich Zeit und Nerven kosten wird.

      Eigentlich müsste man sowas mal irgendwo melden oder ans Fernsehen geben. So viele wie da reinfallen – das ist echt nicht mehr normal…

      VG Conny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.