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Malle 2018 – Tag 3 | Wanderung, LP Disco & In-Lokal

Der 3. Tag begann gegen 8 Uhr: aufstehen, duschen, frühstücken. Gegen 10 Uhr ging es dann los mit dem Mini-Flitzer in Weiß hoch in den Norden auf die Halbinsel La Victoria. Dort begann das nächste Highlight unseres Mallorca Urlaubs.

Wanderung zur Penya Rotja auf La Victoria |

Für diese Wanderung hatte ich mir einen ganz besonderen Cache ausgesucht, der uns über schmale Pfade und Felsvorsprünge zu einer wunderschönen Aussicht führte. Erstmal führte uns noch das Auto einen Pas hoch zur Ermita de la Victoria – eine Jugendherberge mit Restaurant, an der an diesem Tag reges Treiben war. Gut bepackt mit festem Schuhwerk, Wanderstöcken und genug zu trinken machten wir uns an den Aufstieg. Die ersten paar hundert Meter ging es noch einen breiten Schotterweg hinauf. Doch schon bald mussten wir eine 180 Grad Kehre zu einem recht schmalen Pfad mit Holzgeländer einschlagen.

Für den Aufstieg auf schmalen Pfaden – die Geländer haben sich übrigens recht schnell verabschiedet – dauert mit Fotostopps ca. 1 Stunde. Immer wieder führt der Pfad aus dem Wald hinaus und an die steilen Felswände, von denen man einen fantastischen Panoramablick hat. Kurz vor dem Ziel kommt dann auch schon das versprochene Highlight, wo wir auch die kleine Geocaching Dose finden konnten.

Der Weg führte uns durch ein schmales Felstor, welches ca. 4 Meter lang war. In diesem Überbleibsel eines alten Wachturms konnten wir nach einer kleiner Kletterpartie die Cache Dose auch recht schnell ausfindig machen und loggen. Ein paar Meter fehlten uns allerdings noch bis zu unserem Wanderziel. Wir dachten, der Eingang zu diesem Wachturm wäre schon abenteuerlich gewesen, aber der Weg auf der anderen Seite hinaus belehrte uns eines Besseren und lies uns zwischen Leben und Absturz bangen. Die an der Felsmauer angebrachte Eisenkette hilft hier auch nur bedingt, da diese nachgibt – was ich schmerzlich erfahren musste. :-)

Endlich am Ende der Wanderung angekommen standen wir an einer Plattform mit einem atemberaubendem Blick auf das Cap de Formentor sowie die Halbinsel La Victoria. Auch hier lassen sich noch ein paar Überreste von vermutlich Kriegsgebäuden blicken wie ein alter Wasserspeicher und eine verlassene Hütte. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen Höher zur „nackten Kanone“. Das war allerdings wirklich kein Weg mehr sondern nur noch Klettern über Felsbrocken in die Höhe – naja, und da wir ja nur 2 Mädels waren, voll bepackt… haben wir es dann sein lassen und sind den Rückweg angetreten.

Nach ca. 2 Stunden Gesamtzeit waren wir dann wieder am Auto angekommen und machten erstmal Pause. Ich kann diese Wanderung nur jedem Empfehlen, der mal auf Malle ist und eine bisschen abenteuerlichere Wanderung machen möchte. Die genaue Route könnte ihr in meinem Komoot Account nachvollziehen oder euch kopieren.

Let’s go Disco – ein Lost Place mitten im Nirgendwo |

Auf dem Rückweg der Wanderung hielten wir noch kurz Es Foguero Palace in Alcudia. Jetzt denkt ihr bestimmt – da war es doch sicherlich noch viel zu früh um in die Disco zu gehen… Stimmt – aber nicht für mich. :-) Diese Disco bzw. Revue-Theater hat zum Glück keinen Eintritt gekostet und es war auch nicht so voll und so laut, wie man es von Malle Discos gewohnt ist. Dasv Es Foguero Palace – ein „Riesentempel“ – wurde 1989 von Schlagersänger Julio Iglesias eröffnet. Eine große Showbühne prägt das Zentrum des Areals, auf der der ein oder andere Künstler bereits aufgetreten ist – zumindest in den 3 Jahren, in denen es geöffnet hatte. Denn 1992 wurde das Areal bereits wieder geschlossen. Grund war – soweit ich es recherchieren konnte – die schlechte Lage, die einfach nicht genug Gäste angezogen hat. Nun rottet die Anlage seit 1992 vor sich hin, nachdem alles, was nicht Niet und Nagelfest gewesen war bereits geklaut wurde.

So verfällt die Anlage nun und bietet Lost Place – Liebhabern heute einen tollen Ort um Fotos zu schießen und in der Vergangenheit zu „schnüffeln“.

Unterwegs im Land & kleine verlassene Finka |

Untewegs haben wir noch eine kleine verlassene Finka entdeckt, die allerdings (eigentlich) zugemauert war. Dort sind wir dann natürlich nicht eingestiegen und haben nur von außen Bilder gemacht. Auch wenn es dort wirklich windig war (wir befinden uns übrigens immer noch im Norden) gibt es hier richtig tolle Ufer mit kleinen Bergen im Hintergrund.

Abendessen im In-Lokal El Sol |

Das El Sol in Son Serra De Marina wurde uns besonders ans Herz gelegt, und da wir schon in der Gegend waren sind wir gleich mal da vorbei gefahren. Erstmal mussten wir aber ewig im Ort suchen, um es endlich zu finden. Das Restaurant ist ganz am Ende der Straße im Osten des Dorfes – muss man wissen. Leider hatten wir nicht reserviert, daher haben wir nur noch einen kleinen Tisch im Schatten ergattern können. Das Essen war lecker – wenn auch preislich etwa 20% teurer als das, was wir an den anderen Abenden gegessen haben. An verschiedenen Tagen ist dort Live Musik bzw. kommen mehr oder weniger bekannte DJs vor Ort und dann geht dort wohl die Post ab. Wenn man an der richtigen Seite reserviert kann man fantastisch auf das Meer hinaussehen und zur richtigen Uhrzeit auch ein bisschen vom Sonnenuntergang im Westen erhaschen.

Wir sind nach dem Essen dann eben noch zum Strand runter gegangen um etwas vom Sonnenuntergang zu sehen. Dies wurde uns allerdings von dicken Wolken verwehrt, weswegen wir dann eben doch wieder zum Auto und Heim gefahren sind.

Die Bar Mint |

Eigentlich wollte wir in der Hoteleigenen Bar noch einen Cocktail trinken, doch dort wurden wir etwa 15 Minuten ignoriert (es waren außer uns nur noch 3 Damen anwesend) weshalb wir dann eben wieder gegangen sind und in das gegenüberliegende Cafe Mint gegangen sind. Zu unserem Glück war dort an dem Abend „jeder Cocktail 6 €“, was wir natürlich gleich ausnutzten. Die Bar wird von einem total netten britischen Ehepaar geführt, die total cool drauf sind.

Nach dem 3. Cocktail war dann aber Schluss, schließlich stand für morgen eine Bootsfahrt mit Höhlenbesichtigung in Porto Christo auf dem Plan – worüber ihr dann im nächsten Blogartikel lesen könnt.

 

Malle 2018 – Tag 2 | Arta, Lost Place, Secret Beach & Coves d’Artá

Panda vor TalayotTag 2 war angebrochen im langsam wärmer werdenden Mallorca. Nach einem ausreichenden Frühstück ging es erstmal los auf die Suche nach dem Mietwagenverleih, bei dem ich noch 3 Tage vorher einen Kleinstwagen zum „Spottpreis“ von 94€ für 5 Tage gebucht hatte. Als Rumpel haben wir einen Fiat Panda erhalten – Handschaltung natürlich (ich will ja nix verlernen). Also ging es los auf Entdeckungsreise auf Malle.

Markt in Arta |

Jeden Dienstag Vormittag findet in dem Ort Arta ein Markt statt, an dem Händler an Straßenständen ihre Waren vertreiben. Man findet dort Klamotten, Kitsch, Kunst und vieles mehr. In der Markthalle findet man dann noch die Lebensmittelhändler, die dort Obst, Gemüse und vieles mehr anbieten.Obwohl wir eigentlich in der Nebensaison dort waren drängten sich doch auch schon an diesem Dienstag die Menschen durch die „Einkaufsmeile“ – da will ich gar nicht wissen, wie es dort im Hochsommer zugeht. Nach dem Bummel sollte man sich auf jeden Fall eine kurze Pause in einem der kleinen Cafes gönnen.

Lost Place die Erste – Barbacoa de Arta |

Gleich in der Nähe von Arta ging es zu meinem ersten Lost Place auf der Insel – Barbacoa de Arta. Dieses schicke Anwesen war in den 1970er Jahren ein angesagter Treff für Leute, die „einen unvergesslichen Abend mit Mallorquinischer Folklore und typischen Essen, Wein und Champagner, Tanz mit Orchester und einer Flamingo Show“ verbringen wollen. Laut Werbeflyer des Barbacoa de Arta aus den 70ern soll dieser Platz bereits vor 3000 Jahren ein beliebter Treff zum Schweine rösten gewesen sein. Tja, ob wohl in weiteren 3000 Jahren der Platz als schicke Tanzlocation von früher angepriesen wird ? :-)

Heute ist da auf jeden Fall nix mehr los. Alles verkommt – eben ein typischer Lostplace. An der Größe der Lokalität lässt sich aber gut erkennen, dass dort einmal wirklich viel los gewesen sein muss.

Secret Beach – der geheime Strand |

Nachdem die Barbacoa gründlich besichtigt war ging es weiter laut Karte, die wir von unserem Chef erhalten haben. Er hat uns einige Tipps für den Besuch in Mallorca mit auf den Weg gegeben. Als wichtiger Punkt stand dabei ein als wirklich toller Strand angepriesenes Stückchen Küste. Wir wussten, welcher Ort am nächsten liegt und auch ungefähr die Richtung, in die wir noch etwas laufen sollten. Nach dem wir das Auto abgestellt hatten – wir waren übrigens im Nord-Osten des Landes – ging es weiter zu Fuß in eine Art „Wanderpark“. Nach einem kurzen Fußmarsch auf dem befestigten Weg ging es recht schnell in eine Abzweigung einen Pfad Richtung Meer. Immer ungläubiger liefen – nein, man kann es schon fast klettern nennen – über schmale Pfade, felsige Abstiege und immer steiler werdende Abhänge hinunter – um am Ende aber belohnt zu werden !

Endlich angekommen war da ein kleiner Flecken Sandstrand (ca. 50 Meter breit) an einer Bucht, an dem sich eine Handvoll Leute tümmelten. Schnell in die Badeklamotten geworfen (natürlich hatten wir keine Badeschuhe dabei :-/) huschten wir den Sand hinunter, um 5 Meter steinigen Boden ab in das Flachwasser. Man kann dort bestimmt 30 Meter rein laufen ehe man überhaupt mal zur Hälfte im Wasser steht. Das ist optimal für z.B. Ball spielen oder schnorcheln geeignet. Natürlich lässt es sich auch toll schwimmen – was wir gemacht haben.

Coves d’Artá |

Auf dem Rückweg wollten wir in Canyamel noch schnell einen Geocache an der Coves d’Artá mitnehmen. Dort oben endlich mit der Schrottkarre angekommen kam schon ein Herr angelaufen der fragte, ob wir die letzte Führung noch mitmachen wollen, die Gruppe wartet noch. Also sind wir schnell rausgehüpft, haben jeder 15€ geblecht und ab in die Höhle. Dort waren wir dann eine Gruppe von ca. 25 Mann, die von einer Dame geführt wurde, die jede Sprache zu sprechen schien. An den Hauptpunkten erklärte sie in jeder (benötigten) Sprache etwas über die Gegebenheiten der Höhle.

Die Coves d’Artá ist ein Tropfsteinhöhlensystem deren Namen aus dem Jahr 1858 stammt, als dieses Gebiet noch keinen Namen hatte und zur Gemeinde Arta gehörte. Man hat Anzeichen in der Höhle gefunden, dass diese bereits seit Jahrhunderten von Soldaten, Piraten und anderen Menschen immer wieder mal bewohnt wurde. In dieser Höhle kann man phantastische Stalagmitten und Stalaktiten bewundern, die seit Millionen von Jahren in dieser Höhle wachsen. Ein paar besonders erwähnenswerte Dinge in der Höhle sind der Himmel und die Hölle, der Saal der Flaggen, die Königin der Flaggen sowie der Ausgang mit tollen Blick auf das Meer.
Detaillierte Infos zu der Höhle findet ihr im Netz oder auf Wikipedia.

 

Das war der 2. Tag in Malle 2018. Wir haben viel erlebt und erstmals die Straßen von Mallorca kennengelernt. Wir konnten abwechslungsreiche Orte bewundern und haben auch noch ein bißchen was zur Geschichte gelernt. Mit Tag 3 geht es im nächsten Beitrag weiter, an dem wir eine kleine abenteuerliche Wanderung in die Höhe mit waghalsigen Wegen gegangen, eine Disco aus alten Zeiten besucht und ein In-Lokal besucht haben.

 

Malle 2018 – Die Ankunft und das Hotel

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal auf Mallorca. Nein – natürlich nicht am Ballermann, ich bin schließlich keine 16 mehr. ;-) Es ging in den Osten des Landes nach Cala Millor, von dort aus man schöne Möglichkeiten für verschiedene Unternehmungen hat. Begleitet wurde ich von meiner Kollegin Marina, die zu jeder Schandtat in fremdem Land bereit war. :-)

In mehrer Beiträgen werde ich euch jetzt nach und nach von jedem Urlaubstag berichten, den ich im entfernten balearischen Malle verbracht habe. Los geht’s mit dem Flug, der Ankunft und dem Hotel.

Abenteuerpark Flughafen |

Der 2. Flug in meinem Leben überhaupt ! Das erste und einzige Mal bisher bin ich 2009 nach Spanien (Festland) geflogen, seitdem ging es immer mit dem Auto in den Urlaub. Da das aber nach Malle etwas schwierig ist (wenn man nicht grad auf 10 Stunde Fähre steht), sollte es nun also mal der Flieger sein. Für 13 Uhr war der Flug ab Nürnberg mit Eurowings angesetzt. Pünktlich wie es sich gehört haben wir um 10.20 Uhr unsere Koffer eingecheckt. An der Sicherheitskontrolle am Airport Nürnberg war mal so gar nichts los, so dass nach dem Filzen gute 2 Stunden im Wartebereich des Albrecht-Dürer-Airports verbrachten.

Der Flieger ging pünktlich um 13 Uhr – es übrigens eine Boing 737-800 von Air Berlin ^^. Zu Essen gab es nix im Flieger – zumindest nicht für uns Fußvolk -, und da wir netter Weise am Notausgang sitzen durften kam man an die Tasche mit dem Trinken auch nicht so schnell ran. Aber nach guten 2 Stunden war die Berg- und Talfahrt eh schon wieder zu Ende und wir drängten uns mit gefühlt 1000 anderen Passagieren aus dem Flieger ab in den Bus, der uns dann zur Kofferausgabe brachte.

Wir hatten natürlich mit Transfer zum Hotel gebucht. Am Airport in Palma stehen etwa 50 Transfer Busse rum, die in die verschiedensten Richtungen fahren und die Gäste bis zur Hoteltür chauffieren. Unsere Fahrt im Bus dauerte eine gute Stunde – und schon waren wir in Cala Millor Hotel Talayot angekommen.

Hotel Talayot – Erwachsenenhotel der komischen Klasse |

Das Hotel wurde über den Winter renoviert und zeichnet sich nun als 4 Sterne Hotel aus. Es ging erstmal gut los in dem die Rezeptionistin schon mal kein Deutsch und nur gebrochen Englisch sprach. Zu erst hat sie uns gleich mal über 50 € Taxe abgeknöpft und wollte uns dann ein Superior Zimmer andrehen – für 25 € pro Nacht – was sie uns natürlich erst sagte, als sie uns 2 Minuten vorgeschwärmt hat, wie toll das Zimmer sei. Wir haben das dann mal dankend abgelehnt.

Im Zimmer angekommen – wir hatten 406 „Poolblick“ – ging es erstmal an die Zimmerinspektion. Das Zimmer war frisch renoviert und es gab neue Möbel, ein neuer TV etc. Die Dusche sowie das Waschbecken standen „mitten im Raum“, was wir aber durch Photos bereits vorher wussten. Das WC war zwar grundsätzlich getrennt vom Raum – allerdings nur durch eine Milchglastür, die oben und unten offen war. ^^
Informationen haben wir leider keine erhalten, da die Info Mappe leer war. Die Betten waren mehr als breit, jede Seite hatte ca. 1,2 oder 1,4 m Breite. Im TV gab es zum Glück auch mehr als nur 3 deutsche Kanäle. Nach einigem Zappen hatten wir ca. 30 deutsche Sender ausmachen können.

Was ich leider negativ erwähnen muss ist, dass am Dienstag einfach mal kein Zimmermädchen da war. Als wir abends ins Hotel kamen sah der Raum noch genauso aus wie am Morgen. Auch wurden die Woche über nur ab und zu die benutzen Becher getauscht/gespült.

Nun aber zu was anderem: Das Frühstück. Wir hatten nur Frühstück gebucht. Grundsätzlich gab es viel zum Frühstück. Angefangen von Brot und Toast über Käse und Wurst, Margerine und Butter, Marmelade in Verpackungen, verschiedene Müsli (also eigentlich sowas wie Cornflakes & Co.), Obst (Honigmelone, Ananas, Kiwi und Blutorange), gekochte Eier, Speck, Bratkartoffel, Würstchen, Baked Beans und man konnte sich individuelle ein Omelett oder Spiegelei braten lassen. Natürlich gab es auch noch einen Haufen Kuchen, Donuts und Crossaints.
Das war es dann aber auch schon. Es gab keinen Salat oder Brötchen. Auch war es jeden Tag das 1:1 Identische. Hier hätten wir uns mehr Vielfalt und Abwechslung gewünscht.

Der erste Abend |

Am ersten Abend sind wir nur noch etwas die Strandpromenade entlang gelaufen, an der zahlreiche „Skulpturen“ ausgestellt sind. Zu Abend gab es in einem der vielen Strandlokale für mich eine Käsepizza und den ersten Urlaubscocktail. Danach vielen wir auch schon ins Bett – für die Woche stand ja viel auf dem Plan.

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Im nächsten Artikel erzähle ich euch von Tag 2: Besuch auf dem Markt in Arta, Besichtigung eines Lost Places, Klettertour zu einem geheimen Traumstand und Besuch der ersten Höhle.

Rückblick Urlaub 2017 in Kroatien

Zum Abschluss meiner Berichte aus dem diesjährigen Kroatienurlaub habe ich ein kleines Video zusammengestellt aus den kurzen MOV-Dateien, die das iPhone bei jedem Foto mitspeichert. Da ich kein Freund von Videodrehs bin ist das eine tolle Alternative kurze Videos zu erstellen, ohne dass man wirklich Videos gemacht hat.

Im Video findet ihr nochmal ein paar kurze Momente im Zeichen von Game of Thrones, ein paar Geocaching Momente sowie kurze Eindrücke von Mostar und der Bucht von Kotor.

 

 

Geheime Orte 2017: Kroatien, Bosnien, Montenegro

Auch in diesem Jahr ging es im Urlaub im Süden wieder auf die Suche nach Lost Places, verlassenen Orten und geschichtlichen Plätzen. Dieses Jahr waren es allerdings nicht so viele klassische „Neuzeit“-Lost Places, sondern mehr militärisch genutzte Stützpunkte, die es zu entdecken gab. Neben den tollen Aussichten gab es aber auch in den Gebäuden eine Vielzahl an tollen Punkten zu entdecken.

Verlassene Stadt Cista |

Unterhalb des Rilic-Gebirges gab es früher das kleine Dorf Cista. Inzwischen ist dieser Weiler allerdings verlassen und wird von der Natur zurück erobert. Man erkennt aber noch deutlich zahlreiche halb verfallene Natursteinhäuser sowie eine Wehrturmruine, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Dieser Ort gehört früher zu einem türkischen Verwaltungssitz, ist aber bereits seit Jahrzehnten verlassen und vegetiert so vor sich hin.

Fort Gorazda |

Über das Fort Gorazda in Montenegro hatte ich euch bereits vor ein paar Tagen berichtet in dem Beitrag One Day in Montenegro – 2017. Daher nur kurz: Das Fort wurde 1886 errichtet und diente der österreich-ungarischen Armee vor allem als Schützturm.

Fort Gorazda

Festung Klis |

Die Festung Klis trohnt über dem Ort Klis und ist als „Schlüssel zu Dalmatien“ bekannt. Bereits im Mittelalter galt die Festung als strategisch wichtiger Punkt und wechselte daher auch öfter mal den Herrscher. Seit dem 9. Jahrhundert wechselten sich Österreicher, Ungarn, Kroaten, Türken, Serben, Bosnier und Venezianer. Jeder wollte den Ort kontrollieren, da er direkt an der Handelsstraße war und somit großen Einfluss hatte.

Old Podaca |

Old Podaca liegt direkt über dem heutigen Küstenort Podaca und ist mit dem Auto noch gut zu erreichen. Neben einigen inzwischen sehr verfallenen Gebäuden findet man dort oben eine Kapelle sowie den Friedhof, welche beide noch in Betrieb sind. Der Ort wird weiterhin auch als Art „Festival-Stätte“ genutzt. Geht man allerdings ein paar Meter weiter sieht man die Gewalt der Natur und wie sich sich alles zurück erobert.

Old Podaca

Pocitely Fortress |

Ein fantastischer Ort mitten in Bosnien-Herzegowina. Von der Festung Pocitely ist noch viel erhalten und lässt sich durch einen Rundgang durch das Dorf selbst erkunden. Genau konntet ihr das aber bereits in meinem Beitrag One Day in Bosnia lesen.

Prevlaka Fortress |

Dieses Fort liegt buchstäblich am Ende der Welt. Direkt am Meer und am untersten Ende von Kroatien steht die Festung Prevlaka, die schon einiges in Ihrer Zeit mitmachen musste. Die Festung wurde im 15. Jahrhundert von der Republik Ragusa (das heutige Dubrovnik) erbaut. In den vergangenen Jahrhunderten fanden dort zahlreiche Schlachten in den verschiedensten Kriegen statt. Die wohl heute bekannteste Schlacht ist das Seegefecht von 1917 an der Straße von Ortranto im ersten Weltkrieg. Gekämpft haben dabei auf der einen Seite die österreich-ungarische Armee zusammen mit den Deutschen gegen eine Allianz aus Italienern, Franzosen und Briten. Die ganze Geschichte könnte ihr auf Wikipedia unter folgendem Link nachlesen: Seegefecht in der Straße von Ortranto.

Smrden Grad |

Mit dem Auto kaum erreichbar findet man in Smrden Grad noch gut erhaltene Erinnerungen an ein früheres Leben. Oberhalb der Küstenstadt Klek findet man heute noch die Befestigungsanlage aus dem 17. Jahrhundert, welche als Dreieck angelegt wurd.e Die im 18. Jahrhundert erbaute einschiffige Kirche steht noch komplett, einige andere Gebäude sowie ein Turm lassen sich noch gut erahnen. Heute steht der Ort auf der Liste der kroatischen Kulturdenkmäler.

Stolac |

Die Ruinen von Stolac standen beim Bosnien Besuch mit auf dem Plan. Auch über diese habe ich schon ausführlich berichtet in dem Artikel One Day in Bosnia – 2017. Zur Erinnerung: Die Festung Vidoski Grad -zugehörig zum Dorf Stolac – besteht schon weit länger als 600 Jahre.

Vrana |

Inzwischen etwas schlecht begehbar sind die Ruinen der Tempelritterburg von Vrana, über die es bereits Berichte aus dem 9. Jahrhundert gibt. Naher der Ruine gibt es weiter die Vrana Caves, heute noch beeindruckend anzusehende Höhlen. Leider ist von all dem nicht mehr allzu viel übrig, da sich die Natur bereits sehr viel des Ortes wiedergeholt hat.

Lost Club Gradac |

Mitten in Gradac in erster Linie zur Adria steht ein verlassenes Gebäude, welches vor ein paar Jahren noch als Club-Haus für Gäste des nahe gelegenen Campingplatzes gedient hat. Inzwischen steht es leer und ist vom Vandalismus und der Zeit geprägt. Doch noch sehr gut erhalten sind der Außenpool, das Restaurant, sowie weitere Sozialräume des ehemaligen Clubs.