Malle 2018 – Tag 2 | Arta, Lost Place, Secret Beach & Coves d’Artá

Panda vor TalayotTag 2 war angebrochen im langsam wärmer werdenden Mallorca. Nach einem ausreichenden Frühstück ging es erstmal los auf die Suche nach dem Mietwagenverleih, bei dem ich noch 3 Tage vorher einen Kleinstwagen zum „Spottpreis“ von 94€ für 5 Tage gebucht hatte. Als Rumpel haben wir einen Fiat Panda erhalten – Handschaltung natürlich (ich will ja nix verlernen). Also ging es los auf Entdeckungsreise auf Malle.

Markt in Arta |

Jeden Dienstag Vormittag findet in dem Ort Arta ein Markt statt, an dem Händler an Straßenständen ihre Waren vertreiben. Man findet dort Klamotten, Kitsch, Kunst und vieles mehr. In der Markthalle findet man dann noch die Lebensmittelhändler, die dort Obst, Gemüse und vieles mehr anbieten.Obwohl wir eigentlich in der Nebensaison dort waren drängten sich doch auch schon an diesem Dienstag die Menschen durch die „Einkaufsmeile“ – da will ich gar nicht wissen, wie es dort im Hochsommer zugeht. Nach dem Bummel sollte man sich auf jeden Fall eine kurze Pause in einem der kleinen Cafes gönnen.

Lost Place die Erste – Barbacoa de Arta |

Gleich in der Nähe von Arta ging es zu meinem ersten Lost Place auf der Insel – Barbacoa de Arta. Dieses schicke Anwesen war in den 1970er Jahren ein angesagter Treff für Leute, die „einen unvergesslichen Abend mit Mallorquinischer Folklore und typischen Essen, Wein und Champagner, Tanz mit Orchester und einer Flamingo Show“ verbringen wollen. Laut Werbeflyer des Barbacoa de Arta aus den 70ern soll dieser Platz bereits vor 3000 Jahren ein beliebter Treff zum Schweine rösten gewesen sein. Tja, ob wohl in weiteren 3000 Jahren der Platz als schicke Tanzlocation von früher angepriesen wird ? :-)

Heute ist da auf jeden Fall nix mehr los. Alles verkommt – eben ein typischer Lostplace. An der Größe der Lokalität lässt sich aber gut erkennen, dass dort einmal wirklich viel los gewesen sein muss.

Secret Beach – der geheime Strand |

Nachdem die Barbacoa gründlich besichtigt war ging es weiter laut Karte, die wir von unserem Chef erhalten haben. Er hat uns einige Tipps für den Besuch in Mallorca mit auf den Weg gegeben. Als wichtiger Punkt stand dabei ein als wirklich toller Strand angepriesenes Stückchen Küste. Wir wussten, welcher Ort am nächsten liegt und auch ungefähr die Richtung, in die wir noch etwas laufen sollten. Nach dem wir das Auto abgestellt hatten – wir waren übrigens im Nord-Osten des Landes – ging es weiter zu Fuß in eine Art „Wanderpark“. Nach einem kurzen Fußmarsch auf dem befestigten Weg ging es recht schnell in eine Abzweigung einen Pfad Richtung Meer. Immer ungläubiger liefen – nein, man kann es schon fast klettern nennen – über schmale Pfade, felsige Abstiege und immer steiler werdende Abhänge hinunter – um am Ende aber belohnt zu werden !

Endlich angekommen war da ein kleiner Flecken Sandstrand (ca. 50 Meter breit) an einer Bucht, an dem sich eine Handvoll Leute tümmelten. Schnell in die Badeklamotten geworfen (natürlich hatten wir keine Badeschuhe dabei :-/) huschten wir den Sand hinunter, um 5 Meter steinigen Boden ab in das Flachwasser. Man kann dort bestimmt 30 Meter rein laufen ehe man überhaupt mal zur Hälfte im Wasser steht. Das ist optimal für z.B. Ball spielen oder schnorcheln geeignet. Natürlich lässt es sich auch toll schwimmen – was wir gemacht haben.

Coves d’Artá |

Auf dem Rückweg wollten wir in Canyamel noch schnell einen Geocache an der Coves d’Artá mitnehmen. Dort oben endlich mit der Schrottkarre angekommen kam schon ein Herr angelaufen der fragte, ob wir die letzte Führung noch mitmachen wollen, die Gruppe wartet noch. Also sind wir schnell rausgehüpft, haben jeder 15€ geblecht und ab in die Höhle. Dort waren wir dann eine Gruppe von ca. 25 Mann, die von einer Dame geführt wurde, die jede Sprache zu sprechen schien. An den Hauptpunkten erklärte sie in jeder (benötigten) Sprache etwas über die Gegebenheiten der Höhle.

Die Coves d’Artá ist ein Tropfsteinhöhlensystem deren Namen aus dem Jahr 1858 stammt, als dieses Gebiet noch keinen Namen hatte und zur Gemeinde Arta gehörte. Man hat Anzeichen in der Höhle gefunden, dass diese bereits seit Jahrhunderten von Soldaten, Piraten und anderen Menschen immer wieder mal bewohnt wurde. In dieser Höhle kann man phantastische Stalagmitten und Stalaktiten bewundern, die seit Millionen von Jahren in dieser Höhle wachsen. Ein paar besonders erwähnenswerte Dinge in der Höhle sind der Himmel und die Hölle, der Saal der Flaggen, die Königin der Flaggen sowie der Ausgang mit tollen Blick auf das Meer.
Detaillierte Infos zu der Höhle findet ihr im Netz oder auf Wikipedia.

 

Das war der 2. Tag in Malle 2018. Wir haben viel erlebt und erstmals die Straßen von Mallorca kennengelernt. Wir konnten abwechslungsreiche Orte bewundern und haben auch noch ein bißchen was zur Geschichte gelernt. Mit Tag 3 geht es im nächsten Beitrag weiter, an dem wir eine kleine abenteuerliche Wanderung in die Höhe mit waghalsigen Wegen gegangen, eine Disco aus alten Zeiten besucht und ein In-Lokal besucht haben.

 

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