Die Masche der Tupper-Tanten

Heute möchte ich mal wieder einen etwas kritischeren Beitrag verfassen über ein Thema, das mich in diesem Jahr einiges an Nerven gekostet hat. Die Rede ist von Tupperware und die Masche der Tupper-Tanten.
-> An dieser Stelle möchte ich gleich anmerken, daß ich hier keineswegs ALLE Tupper-Beraterinnen über einen Kamm scheren will. Es geht hier ausschließlich um meine persönliche Erfahrung !

Aber nun mal von Anfang an…

Party No. 1 |

Im September vergangenen Jahres flatterte ein Flyer in meinen Briefkasten mit der Einladung zu einer Tupperware Hausparty in Leinburg. Am beworbenen Tag habe ich dann meine Nachbarin eingepackt und bin zu dieser ominösen Hausparty gegangen. Dort lernte ich dann erstmals die Tupper-Beraterin – ich nenne Sie der Einfachheit halber mal Helga – kennen, die ihr angesammeltes Tupperware Gut zum „Schnäppchenpreis“ loswerden wollte. Natürlich hat sie im Gespräch versucht, uns eine Tupperparty aufzuschwatzen – und da meine Nachbarin gern mal eine machen würde, aber es bei ihr zu Hause schlecht geht, habe ich mich breitschlagen lassen.

Im Dezember war es dann soweit. Wir waren 5 Weiber, die sich durch Helga die ganzen tollen Tuppersachen zeigen ließen. Am Ende hat Helga mit uns einen beachtlichen Umsatz von über 400€ gemacht. Und wie das bei Tupperware so üblich ist erhält die Gastgeberin – in dem Fall also ich – Sterne pro Umsatz, für die man sich dann weitere Tuppersachen aussuchen konnte, die man für Lau bekommt. Und wenn man gleich noch eine Folgeparty bucht, dann gibt es nochmal xxx Sterne und kostenlose Sachen.

Party No. 2 |

Somit ging es also im Januar weiter mit der nächsten Party. Dort waren wir allerdings nur noch 3 Hansala, die sich von der Tupper-Helga berieseln ließen. Aber auch hier kamen wir auf einen Umsatz von um die 200 € (ja, wir verdienen alle zu viel Geld :-)).
Bis zu dieser Party waren wir inzwischen alle begeistert von diesen Tupperware Klima Oasen, bei dem das Gemüse und Obst im Kühlschrank viel länger frisch bleiben soll. Und als dann endlich die Klima Oase als Gastgeschenk verfügbar war, haben wir also die nächste Party gebucht.

Party No. 3 |

Somit sind wir also im Juni und bei der inzwischen 3. Tupperparty angekommen. Ein paar Tage vor der Party rief mich Helga nochmal an um kurz den Tag zu besprechen. Dabei erwähnte Sie dann, daß Sie noch dringend bis zum Wochenende eine Rekrutierung einer neuen Tupperware Party Managerin brauche, da Sie dann irgendeinen Preis bekommen würde. Ich müsste dafür nichts weiter tun als einen Zettel als Interessentin zu unterschreiben und einmal in die Bezirkshandlung zu einer internen Veranstaltung zu kommen. Sie würde dann die nächste Party auf meinen Namen buchen und dann noch irgendeine Party, damit das Konto auf insgesamt 800€ Umsatz kommen würde. Denn ab 800€ Umsatz erhält man die super tolle Tupperware Starter-Tasche mit Tupperzeug im Wert von 168€. Nun – 168€ Teile für Lau nehm ich natürlich mit…

Ich konnte für die 3. Party wieder etwas mehr Gäste auftreiben und wir waren stolze 6 Damen, die sich erneut von der guten Helga sämtliche Tupperteile haben zeigen lassen. Am Ende der 420 € Party angekommen – und zahlreiche Sterne auf meinem Gastgeberkonto – nahm mich dann die Helga auf die Seite, um besagten Wisch für die Interessenten-Registrierung zu unterschreiben. Ich fragte sie vorab noch, ob ich dafür nicht einen Gewerbeschein brauche – doch sie meinte, daß man als Interessentin noch keinen Schein braucht… (manchmal bin ich einfach nur naiv…)

Ca. 3 Wochen nach dieser Party rief mich Helga nun an, damit ich mit ihr zur Bezirkshandlung komme. Ok, na gut, hat mich ja auch mal interessiert, wie das bei solchen Veranstaltungen abgeht. Also – dieser Abend… 2 Stunden „Weiberabend“ und meiner Meinung nach „Gehirnwäscheveranstaltung“ vom Feinsten. (An dieser Stelle sei nochmal ausdrücklich erwähnt, daß dies meine persönlichen Erfahrungen und Ansichten sind !) Irgendwann hatte ich es dann aber hinter mich gebracht und habe dort sogar schon meine Starter-Tasche mit nem Haufen Zeug drin bekommen. Doch dann nahm mich Helga nochmals zur Seite und meinte plötzlich, daß wir nun also noch einen Termin ausmachen müssen, weil ich ja noch eine Party mit ihr als Party Managerin machen müsse, damit wir auf die 800€ Umsatz kommen und ich mir die Tasche verdient hätte. PLÖTZLICH muss also durch meine Party die 800€ zusammen kommen – AHA…

tupper-startertasche
tupper-startertasche

Party No. 4 und das Ende des Spiels |

Nun ich lasse mir ja nix nachsagen und habe dann tatsächlich Ende Juli nochmal eine Party geschmissen, auf der wir sogar noch 5 Leute waren. An diesem Tag war die Helga aber sowas von genervt und unverschämt, daß ich mich direkt vor meinen Gästen dafür schämen musste. Den restlichen Umsatz hatten wir zumindest erreicht – somit war ich aus der Vereinbarung bzgl. der Tasche raus.

Ich als Tupper-Beraterin ? Nein !

Was ich aber dann erfahren habe: die gute Helga hat auf meinen Namen einen Tupper-Account eröffnet und dort nicht meine Partys drauf gebucht, sondern irgendwelche anderen. Sogar auf mehrfache Nachfrage nach den Zugangsdaten habe ich diese nicht erhalten. Erst nachdem der Account durch die Bezirkshandung gesperrt wurde hat sie mir die Zugangsdaten gegeben – die natürlich bei deaktiviertem Account nicht mehr funktionierten. Wie viel Partys und Umsatz sie nun genau auf mich gebucht hat… das steht in den Sternen…

Wenn ich jetzt mal ganz ganz wilde Gedanken in den Raum schmeiße:

  • wenn der Umsatz nicht auf Helga gebucht ist – muss sie diesen dann bei der Steuer angeben ?
  • hat die Helga mit diesen Buchungen jetzt Provision als Party Managerin und als Teamleiterin bekommen ?

Wie gesagt, das waren jetzt einfach nur mal ganz wilde Gedanken dazu. Ich kenn mich ja mit dem ganzen Zeugs net aus und weiß nicht, wie das rechtlich läuft… ;-)

Fazit |

Was ich euch nun aber mit auf den Weg geben möchte: macht ruhig eine Tupperparty. Nehmt die Sterne und Geschenke, die ihr als Gast oder Gastgeber/in bekommt mit. Aber lasst euch niemals – wirklich niemals – auf einen Deal mit eurer Tupper-Tante ein !!! Seid auch vorsichtig von Seiten der Bezirkshandlungen, denn diese wissen von diesen Vorgängen (ich hab da mal ein Brieflein an Tupperware geschrieben :-)).

Tupperware: ja – Tupper-Interessent: nein

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