Ausflug zu den Plitvicer Seen Kroatien 2015

Weiter gehts mit meinem Bericht zu unserem Urlaub in Kroatien in diesem Jahr. Dieser Beitrag ist ganz dem Nationalpark Plitvicer Seen gewidmet, dessen Besuch einen ganzen Tag in Anspruch genommen hat. Über 2 Stunden für etwa 120 km für die Anfahrt… So ist es in Kroatien… :-)

Plitvicer Seen (58)
Der Rundgang in den Plitvicer Seen

Ausflug Plitvicer Seen |

Etwa 120km von Novi Vinodoski enfernt liegen die Plitvicer Seen. Der 1949 ernannte Nationalpark in Kroatien hat etwa eine Fläche von 300 km² und somit der größte Nationalpark in Kroatien. 1979 wurden die Plitvicer Seen in das Verzeichnis des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen. Neben den zahllosen sich stetig verändernden Wasserfällen sind in dem Park 1267 Pflanzenarten, 321 Schmetterlingsarten und 21 Fledermausarten zu finden. Auch der Braunbär soll in diesem Park leben, wobei uns der Anblick von diesem leider verwehrt blieb.


Und hier noch genaue Informationen zu der Entstehung der Wasserfälle:

Geologische Eigenschaften des Nationalparks

Das Gebiet des Nationalparks Plitvicer Seen gehört zum dinarischen Karstgebiet und ist eine der eindrucksvollsten Karsteinheit in der Welt mit spezifischen geologischen, geomorphologischen und hydrologischen Eigenschaften. Im Gebiet des Parks dominieren mesozoische Kalksteine mit Dolomiteinlagen, aber auch nur Dolomite. Das Verhältnis der leicht durchlässigen oder wasserhaltbaren Dolomite zu den spaltigen und wasserdurchlässigen Ablagerungen des Kalksystems aus der Jura-Zeit war für das heutige Aussehen des ganzen Gebietes verantwortlich. Spezifisch hydrologische Felseigenschaften haben das Wasserbeibehalten in den Dolomitfelsen aus der Trias ermöglicht. Die Seebildung haben die Travertinbarrieren ermöglicht.

Travertinbarrieren

Das Wasser in den Plitvicer Seen ist mit geschmolzenem Kalziumkarbonat in Form von Kalziumkarbonat übersättigt. Aus solch mineralisiertem Wasser in den Wildwassern und besonders an den Travertinbarrieren scheidet wegen des Wasserschäumens von Kalziumkarbonat (Kalzit) in Form von Kristallen aus, die sich dann ablagern. Die chemische Hauptformel für Travertinablagerung sieht so aus:
Ca (HCO3)2+Wasserschäumen → CO2+H2O+CaCO3↓ (Travertin)

Was für unser Auge nicht erkennbar aber dafür für diesen spezifischen und komplexen Prozess der Travertinbildung wichtig ist, sind die blaugrünen Algen (Cyanobacteria), Kieselalgen (Diatomeae), verschiedene Bakterien, Protozoen (einzellige Organismen) und mehrzellige mikroskopische Organismen. Diese Organismen stellen den Lebensraum dar, der sich an Steinen, Pflanzen (Moos) und Gegenständen im Wasser entwickelt. Mikrokristalle des Kalzits heften sich an die mukopolysaccharide Materie, die von Algen und Bakterien ausgeschieden werden. So angeheftete Kristalle stellen die Kristallisationsstelle dar, um die sich weiter das Kalziumkarbonat aus dem Wasser ablagert und die bekannten Travertinbarrieren bildet. Die häufigste Moosart, die die steilen und die senkrechten Travertinbarrieren überdeckt und bei der Travertinbildung teilnimmt, ist Cratoneuron comutatum. Sie wird schnell zu Stein. Das Moosaussehen ist im Travertin gut erhalten. An den ruhigeren Stellen bildet die Wassermoosart Bryum pseudotriquetrum den Travertintyp Bryum. Der Prozess der Travertinbildung stammt aus der weiten geologischen Vergangenheit, aber nur unter Bedingungen des warmen und feuchten Klimas, das dem heutigen Klima ähnelt. Das Alter der aktiven Travertinbarrieren wird zwischen 6.000 und 7.000 Jahre geschätzt, was ihrer Entstehung nach der letzten Eiszeit entspricht. Wuchs und Entwicklung der Travertinbarrieren werden im Falle einer Störung der physisch-chemischen und biologischen Faktoren gefährdet, die beim Prozess der Travertinbildung teilnehmen.

 

One thought on “Ausflug zu den Plitvicer Seen Kroatien 2015”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.